Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 42 (1886)
- Issue
- 9 (1886)
- Date
- 1886-01-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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67 ward über sie alle ausgegossen. Sie wurden mit dem heiligen Geist und mit Feuer getauft. Ihre Herzen wurden von heiliger Liebe zu Gott und allen Menschen erfüllt, und wes das Herz voll war, des ging der Mund über. Sie mußten reden von den großen Thaten Gottes zur Erlösung und Versöhnung der Welt. Insonderheit that dies der feurigste und eifrigste unter den Aposteln, Simon Petrus, der Fischer von Bethsaida in Galiläa, der „Menschenfischer," wie ihn einst sein Meistxr genannt. Er rief den Tausenden von Israeliten, welche aus allen Ländern umher zum Fest nach Jerusalem geströmt waren, die Worte zu: „So wisse nun das ganze Haus Israel gewiß, daß Gott diesen Jesum, den Ihr gekreuzigt habt, zu einem Herrn und Christ gemacht hat!" Und als das seinen Hörern durchs Herz ging, und sie den Petrus und die andern Apostel fragten: „Ihr Männer, liebe Brüder, was sollen wir thun?" — da antwortete ihnen Petrus: „Thut Buße und laffe sich ein jeglicher taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden; so werdet Ihr empfangen die Gabe des heiligen Geistes. Denn Euer und Eurer Kinder ist diese Verheißung, und aller, die ferne sind, welche Gott, unser Herr, herzurufen wird." — 3000 Seelen, welche dies Wort gerne annahmen, ließen sich taufen und bekannten sich fortan mit Herz und Mund zu dem Propheten von Nazareth, dem Davidssohne Jesus, als ihrem Erlöser und Versöhner. Auch Euer und Eurer Kinder ist diese Verheißung, Ihr Leser dieser Zeilen! O nahet herzu, die ihr bisher ferne wäret, und macht die Verheißung Euch zu eigen! Thut es um Eurer Seelen, um1 Eurer lieben Kinder willen! Sträubt Euch nicht länger gegen das Wort der Wahrheit! Verschmäht nicht länger, was Euch und Euren Kindern das höchste Glück, die besten Schätze zusichert und gewährt, — den Frieden eines mit Gott versöhnten Herzens, Licht und Kraft und Trost in allen Kümmernissen und Anfechtungen des irdischen Lebens, ein seliges Sterbestündlem und die gewisse Hoffnung auf ein ewig dauerndes Glück voll unaussprechlicher Freude im Vaterhause des Himmels, von welchem Jesus gesagt hat: „In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten!" Liebe Brüder und Schwestern! Mit unserer eignen Gerechtigkeit und Gesetzeserfüllung können wir vor dem Richterstuhl des heiligen Gottes nimmermehr bestehen! Ihr wisset ja, daß im 5. Buch Mose (27, 26) geschrieben steht: „Verflucht sei, wer nicht alle Worte dieses Gesetzes erfüllt, daß er darnach thue! Und alles Volk soll sagen: Amen!" Das Wort verurteilt alle Menschen, mich und Euch und Eure Kinder. Da ist keiner, der vor Gott