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Dibre Emeth · 1886-01-01 · 9 (1886) · page 2

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
42 (1886)
Issue
9 (1886)
Date
1886-01-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
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66 Wir Nachkommen Japhets haben erst an dem zweiten Segen teil: „Der Herr breite Japhet aus und lasse ihn wohnen in den Hütten Sems!" Auch auf Grund dieser beiden Schriststellen rufe ich Euch in herzlicher Liebe zu: Euer und Eurer Kinder ist diese Verheißung! Ihr Kinder Sems seid von Gott erkoren, daß das Lob Gottes vor allem in Euren Hütten wohne. Ihr solltet die Träger der rechten Gotteserkenntnis und Gottesverehrung sein. Nur von Sem konnte Euer Vater Abraham, konnten Moses und die Propheten, David und Christus samt den Aposteln und Evangelisten abstammen. Judentum und Christentum, diese beiden so eng verbundenen Religionen, konnten nur aus Sems Geschlecht hervorwachsen. Mögen wir Kinder Japhets unsere Macht und Herrschaft über den ganzen Erdboden ausbreiten, — mit unfern besten Gütern sind wir auf die „Hütten Sems" angewiesen. „Das Heil, das wahre, ewige Heil der unsterblichen Menschenseelen, kommt von den Juden!" Dabei wird es bleiben und muß es bleiben; denn der Mund der Wahrheit hat es gesagt dort am Jakobsbrunnen zu Sichar zu jener Samariterin. — Alle wahrheitsliebenden Juden werden freilich daneben auch anerkennen, daß zu den Anklagen der sog. „Antisemiten" wohl Grund genug vorliegt. Denn auch viel Unheil ist gekommen und kommt von denjenigen Juden, welche nur den einen Gott oder vielmehr Götzen Mammon kennen. Ihnen ist, um reich zu werden, jedes Mittel recht. Aber das sind eben abgefallene Kinder Sems, verlorne Söhne Abrahams und Israels, entartete Kinder des himmlischen Vaters, der doch so beweglich durch den Mund seines Propheten bittet: „Israel, vergiß meiner nicht!" — Nicht wahr, Brüder und Schwestern aus Israel, Ihr wollt doch solche verlorne, entartete Kinder nicht sein, wollt auch Eure Kinder nicht solche werden lassen? In dieser Hoffnung laßt mich noch etwas eingehender mit Euch reden von dem Worte: Euer und Eurer Kinder ist diese Verheißung! Dies Wort ist zu Jerusalem geredet, in der denkwürdigsten und wirksamsten Predigt, die jemals an heiliger Stätte erschollen ist. Es war am Tage der Pfingsten, jetzt vor 1853 Jahren. In der Frühe des Tages hatten sich die Apostel Jesu, des Davidssohnes von Bethlehem und Nazareth, seine Mutter und andre Jünger, 120 an der Zahl, lauter Kinder Eures Volkes, in einer Halle des Tempels zum Gebete versammelt. Da geschah das so sehnsüchtig und zuversichtlich erwartete Wunder; da erfüllte sich die Verheißung der Propheten Ezechiel und Joel. Gottes Geist

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