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Dibre Emeth · 1886-01-01 · 4 (1886) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
42 (1886)
Issue
4 (1886)
Date
1886-01-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Artus. (Schluß,) Wer weiß, mit welchem Haß besonders in Palästina Juden diejenigen verfolgen, welche auch nur Belehrung über das Evangelium suchen, der wird es begreiflich finden, daß es den Missionaren als sichtbarer Anfang der Erfüllung jener Weissagung Jes. 11, 6 erschien, als sie nun in Artus gegenseitige Duldung ausgeübt sahen . . . 40—50 Familienväter Unterzeichneten die Bedingungen, und zwar war darunter nur etwa ein Drittel dem Evangelium geneigt, die übrigen wollten auch der Religion nach Juden beiben. Hiermit war ein reiches und günstiges Arbeitsfeld der Mission eröffnet . . . Die Eröffnung geschah am 24. Oktober 1883 mit einem Gottesdienste, obschon die Gesellschaft das erforderliche Geld noch nicht besaß und selbst die Besitztitel des Landes noch nicht in Händen hatte . . . Unter der kräftigen Leitung eines Proselyten aus Jaffa, M. Hall, siedelten sich etwa 48-Familien in Artus an und gingen zunächst daran, eine große Holzbaracke zu errichten, in der jede Familie eine kleine Abteilung erhielt. Die Bebauung des Landes konnte aber nur in sehr geringem Maßstabe vorgenommen werden, da man nur wenige Ackertiere und Pflüge besaß. Man beschäftigte die Leute mit Straßenverbesserung, Brunnengraben, Reinigen des Landes von Steinen u. s. w. und lieh ihnen eine angemessene wöchentliche Summe zu Lebensmitteln. Ein solcher Zustand war ein Übel, dem man sich nur unterwarf, weil man hoffte, daß er nur kurze Zeit dauern werde. Monat um Monat verging aber, ohne daß man von den Besitztiteln etwas hörte. Geld kam nur in geringen Summen ein, und diese genügten kaum, um die Familien am Leben zu erhalten. Was man zuerst den Leuten als eine Anleihe gab, mußte im Laufe der Zeit als eine Gabe betrachtet werden. Unter diesen Umständen wurden viele mißmutig und verließen Artus wieder. Endlich im November 1884 kamen die Besitztitel. Nun erst war es der Gesellschaft gestattet, um die Erlaubnis zu bitten, Häuser zu bauen, aber seitdem diese Petition eingereicht ist, sind über 8 Monate verflossen, und keine Antwort ist darauf erfolgt. Beinahe 2 Jahre haben also die armen Leute in Artus aushalten müssen in Holzbaracken, die weder im Winter gegen Regen und Kälte, noch im Sommer gegen die Hitze rechten Schutz bieten . . Was Wunder, daß sie der Verzweiflung nahe kamen, als Monat auf Monat verstrich, ohne daß «ie Erlaubnis der Regierung zum Häuserbau kam.. Und als nun in jüngster Zeit die Gesellschaft

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