Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 42 (1886)
- Issue
- 1 (1886)
- Date
- 1886-01-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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6 VI. 40. Wozu nützt dir dies alles? — Es dient dazu, uns zu zeigen, daß er von seinem Vater alle Gaben für die Menschen erhalten hat, und aus seiner Fülle haben wir alle geschöpft. 41. Erkläre mir dies besser! — In dem heiligen Geist sind die Vollkommenheiten aller Gaben, welche er den Menschen, einem jeden nach seinem Bedürfnis, austeilt, und so schöpfen wir alle Wohlthaten Gottes aus dem Sohn, wie Wasser aus der Quelle geschöpft wird. 42. Welche Wohlthaten fließen uns durch sein königliches Amt zu? — Mit seinem eigenen Arm hat er unsere Seelen aus dem Kerker gezogen und ihnen seinen köstlichen Schatz geöffnet, .damit wir vor ihm in Wahrheit und Aufrichtigkeit wandeln möchten. Auch hat er sie mit dem Geiste seiner Macht gleichsam umkleidet, durch welchen die Schlange in ihrer eigenen List gebunden wird, so daß wir von der Sünde zurückgehalten werden und weder von der Macht des Fleisches noch von der Welt besiegt oder verletzt werden können. 43. Was sind die Wohlthaten seines Priestertums? — Als ein Priester steht er vor dem Herrn, um uns zu versöhnen. Durch ihn finden wir Wohlgefallen vor Gott, so daß wir kommen dürfen, um uns selbst und alles, was wir haben, als ein dem Herrn gefälliges Opfer darzubringen. Und in dieser Hinsicht nehmen wir auch teil an seiner Priesterwürde. 44. Welche Früchte bringt uns sein Prophetenamt? — Weil Gott Jesum, den Messias, als Propheten unter seinem Volke hat auftreten lassen, so begehrt der Messias von ganzem Herzen, sie in der wahren Erkenntnis ihres Schöpfers zu unterrichten, damit an ihnen die Verheißung erfüllt werde: Sie werden alle vom Herrn gelehrt werden. 45. Also das ist der Inhalt alles Gesagten: Der Vater hat seinen Sohn, unfern Herrn, zum Könige, Priester und Propheten gesalbt, um uns die Kraft seines königlichen, priesterlichen und prophetischen Amtes zu zeigen und uns ihrer Frucht teilhaftig zu machen. — Ja, das war meine Meinung. VII. 46. Warum sagtest du, daß Jesus Gottes eingeborener Sohn sei, da doch auch wir Kinder des Herrn, unseres Gottes, sind? — Wir sind zwar alle Kinder des Höchsten, allein unser Verhältnis zu Gott gleicht nicht dem seinigen. Wir sind durch die Gnade Gottes als Kinder von ihm angenommen: unser Herr aber, ist