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Dibre Emeth · 1886-01-01 · 1 (1886) · page 4

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Journal
Dibre Emeth
Volume
42 (1886)
Issue
1 (1886)
Date
1886-01-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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leben. Himmel und Erde liegen vor uns, einem klaren Spiegel gleich, wo unsere Augen einen Abglanz seiner Herrlichkeit wahrnehmen können. 26. Sprachst du nicht auch von anderen Geschöpfen, als du des Himmels und der Erde gedachtest? — Gewiß, denn diese beiden enthalten sie, und alle Dinge werden daher die Heerscharen des Himmels und der Erde genannt. - 27. Warum setztest du nicht hinzu, daß er sie leitet und erhält, da es doch ein größeres Wunder ist, daß er die Werke seiner Hände augenblicklich erhält, als daß er. sie einmal erschaffen hat? — Nachdem ich von Himmel und Erde Meldung gethan, würde niemand denken, daß Gott, nachdem er sie erschaffen, sein Antlitz von ihnen abgewandt habe; sondern daß, gleich wie er sie im Anfang gegründet hat, er sie auch nun erhalte. Ohne die , Macht seiner Hand, die sie erhält, können sie nicht einen Augenblick bestehen. Ueberdies, da alles in seiner Macht ist, so bringt er alles in Anzahl hervor, und seine Majestät waltet über allem. -Wie er allein Himmel und Erde schuf, so leitet er jedes einzelne in ihnen durch seine Weisheit, Kraft und Barmherzigkeit. Er ist's, der Regen giebt und die Wasser in kleinen Tropfen herniederfallen läßt, der die Behälter des Hagels zeigt, und dem die Sturmwiüde gehorchen. Wenn er befiehlt, so weht der Wind und macht das Firmament klar. Er wandelt Wüsten in Lustgärten und fruchtbare Länder in dürre. Er schlägt, und seine Hand heilt. Die Himmel sind sein Thron, und die Erde ist seiner /'Füße Schemel. Er ruft ihre Heerscharen, und ungesäumt stehen sie alle da. ' 28. Wie verhält es sich mit dem Teufel und den bösen Engeln? Sind auch diese unter seiner Gewalt? — Zwar leitet er sie nicht durch Seinen heiligen Geist, dennoch ist sein Ring in ' ihren Nasen und sein Gebiß in ihren Lippen, und ohne des Herrn Zulassung dürfen sie weder Hände noch Füße regen. Sie sind ihm unterworfen, da er sie mit Gewalt lenkt, wohin er will. 29. Wozu nützt dir diese Erkenntnis? — Sie hat einen sehr '' großen Nutzen. Denn wäre es in ihrer Macht, nach ihrem eigenen Willen zu handeln ohne seine Zulassung — dann wehe uns! Ja, wie könnten wir Ruhe und Rast finden, so lange wir denken . müßten, daß wir unter ihrer Gewalt wären, so daß sie mit uns nach ihrem Wunsche verfahren könnten? Aber jetzt, da wir sehen, daß der Zügel unseres Gottes an ihrer Kinnbacke ist, und daß sie nur das thun können, was er ihnen zuläßt, mögen wir getrost und furchtlos sein um seines Wortes willen, worin er versichert, daß er uns durchaus beschützen wolle.

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