Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 41 (1885)
- Issue
- 10 (1885)
- Date
- 1885-01-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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lange und tiefgehende Unterredungen mit dem Lehrer. Möchten diese Schüler zu dem Bewußtsein erweckt werden, daß sie einen Erlöser bedürfen! Möchten die andern, welche dies bereits erkannt haben und in ihrem Glauben an Christum Trost finden, einsehen, daß es ihre Pflicht ist, Seinem Befehl zu gehorchen und sich taufen zu lassen! (Nach Jewish Jntell. 1885, S. 50 ff., frei bearbeitet von B. v. P.—T.) Gm dänischer Iudenmisfionsverein. Herr Pastor Ludwig in Frederizia hat die Güte gehabt, uns mitzuteilen, daß im Januar 1883 einige Damen in Kopenhagen zu einem Nähverein zusammengetreten sind, der den Zweck haben sollte, eine Mission unter Israel ins Leben zu rufen. Man setzte sich mit Schweden in Verbindung und bekam einen Missionar, Paulus Wolff, welcher teils die Israeliten in ihren Häusern besuchte, mit ihnen redete, wenn es Gelegenheit gab, und Schriften austeilte, teils öffentliche Versammlungen hielt, eine für Christen eine für Israeliten. Ein Verkauf von Vereinsarbeiten fand im März 1884 statt, und der Erlös wurde verwendet, um Missionar Wolff nach Polen reisen zu lassen. Er wirkte dort 6 Wochen und verbreitete Testamente und Traktate. Es wurden ungefähr 300 Neue und Alte Testamente ausgeteilt. Der Verein zählte im Anfang dieses Jahres 30 Mitglieder. Dieselben versammeln sich monatlich zweimal, arbeiten einige Stunden zusammen, singen und beten; zugleich werden Missionsberichte vorgelesen. Das Bestreben des Vereins ist, in Zukunft einen Missionar in Kopenhagen anstellen zu können; zu dem Zwecke soll ein kleiner Fonds angelegt werden. - Das Asyl für Aussätzige in Jerusalem. Bei Gelegenheit einer Reise im heiligen Lande im Jahr 1865 faßten der Freiherr von Keffenbrinck-Ascheraden auf Nehringen in Vorpommern und seine Gemahlin, ergriffen von dem leiblichen und geistlichen Elend der der unheilbaren Krankheit des Aussatzes Verfallenen, auf Anregung des ehrwürdigen Bischofs Gobat in Jerusalem den hochherzigen Entschluß, dieser Elenden durch Gründung einer Heimstätte der Pflege sich anzunehmen. Die Kundgebung dieser Absicht fand freudigste Teilnahme in Deutschland und England, die sich in Zusendung reicher Gaben zu diesem Zweck äußerte. Ein in Jerusalem selbst zusammengetretenes Komitee*) wirkte dahin, daß unter Leitung des Kaiserlich Deutschen *) Bischof Gobat, Konsul Dr. Rosen, Dr. med. Chaplin und Pastor Valentiner.