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Dibre Emeth · 1885-01-01 · 10 (1885) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
41 (1885)
Issue
10 (1885)
Date
1885-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Konsuls im heiligen Lande, Dr. Rosen, der Bau eines Asyls vor dem Jaffathor in Jerusalem zustande kam. Am 30. Mai 1867 fand die Einweihung dieses Hauses der Barmherzigkeit statt. Die Brüdergemeinde wurde von dem Herrn gewürdigt, diesem Liebeswerke in der Person des Herrn Friedr. Tappe und seiner Frau, früher 13 Jahre im Dienst der Mission in Labrador, die Hauseltern zu bieten, welche im Namen Jesu und in der heiligen Wegspur Seines Erbarmens mit den armen Aussätzigen die so schwere Pflege derselben nach Leib und Seele übernahmen. Es hielt ungemein schwer, die Kranken infolge ihrer sittlichen Verwahrlosung und des ihnen eigentümlichen Unabhängigkeitstriebes zum Eintritt in die Anstalt mit ihrem geordneten Hauswesen zu veranlassen. Dennoch aber wies dieselbe am Schluß des ersten Jahres ihres Bestehens die Vollzahl von 12 Pfleglingen auf. Durch Gottes Gnade konnte das Werk sortgeführt werden, indem nicht nur die äußeren Mittel für den Unterhalt — zirka 6000 Mk. im Jahr — aufgebracht wurden, sondern auch in dem örtlichen Komitee in Jerusalem, bei allem Wechsel der Personen, dem Werke die gesegnete Leitung erhalten blieb. Dasselbe durfte sich von Anfang an bis heute des unter den dortigen Verhältnissen so hochwichtigen Schutzes seitens des Kaiserlich Deutschen Konsulates erfreuen. Nachdem im Jahre 1881 die würdige Stifterin des Asyls, Freifrau von Keffenbrinck, von der 15 Jahre lang mit unermüdetem Eifer und reichem Segenserfolg geführten Oberleitung und Fürsorge um den äußeren Bestand der Anstalt zurückgetreten, hat die Evangelische Brüderunität auf Wunsch der Stifterin diese Verpflichtung auf sich genommen im Vertrauen auf den Segen Gottes und die erprobte Teilnahme so vieler Freunde. Da sich inzwischen die Notwendigkeit ergeben hatte, das Asyl zu verlegen und zugleich auch zu erweitern, so ist im Jahr 1883 die Verlegung desselben auf die Rephaimebene, außerhalb der Stadt, und der Neubau in Angriff genommen worden. Die bisherigen Baulichkeiten sollen nach der Überführung der Einwohner in den Neubau verkauft werden. Der nicht geringe Kostenaufwand des letzteren — zur Fertigstellung desselben sind jetzt noch zirka 20- bis 30000 Mk. aufzubringen — bedingt besondere Anstrengung seitens der Verwaltung zur Gewinnung neuer Freunde und Förderer des Werkes. Diesem Zwecke sollen auch diese Mitteilungen dienen. Wir stellen den Erfolg glaubensvoll in des Herrn Hand, dessen heiligen Liebeswillen wir erfüllen, indem wir bestrebt sind, diesen armen Kranken, den Elendesten der Elenden, ohne allen Unterschied des

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