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Dibre Emeth · 1885-01-01 · 9 (1885) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
41 (1885)
Issue
9 (1885)
Date
1885-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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69 Jesum von Nazareth als den Messias. Ich glaube von Herzen, daß Er der Sohn Gottes ist, und daß, wer an Ihn glaubt, nicht verloren geht. Ich weiß, meine Sünden sind groß, und ich sehne mich darnach, daß sie durch Sein Blut abgewaschen werden, und daß ich in Seine Herde eintreten darf. So bitte ich um die heilige Taufe. Ich spreche aus der Fülle meines Herzens." Der dritte, beinahe 2 Jahre im Unterricht, äußerte sich folgendermaßen: „Ich bin ganz bereit und willig, Sein Kreuz auf mich zu nehmen, denn meine Sünden sind schwer, und ich brauche Vergebung. Ich bete täglich um ein reines Herz und um den heiligen Geist. O verzögern Sie meine Taufe nicht länger! Wir wissen nicht, was der morgende Tag bringt, und der Tag des HErrn ist nahe!" Der Name der Jüdin, einer 90jährigen Witwe, ist Ramo. Sie ist um des Evangeliums willen verfolgt, geschlagen und ins Gefängnis gelegt worden. Aber nichts hat sie in der Überzeugung wankend gemacht, daß Jesus der Messias ist, nichts hat sie davon abgehalten, von Ihm andern gegenüber zu zeugen. Trotz ihres Alters sind die Kräfte ihres Geistes ungeschwächt, und ihr Glaube an Christum ist einfältig und stark. Sie war überaus glücklich, als sie ihr lang gehegtes Verlangen am Sonntag Sexagesimä erfüllt sah. Herr Zerbib schreibt von ihr: „Sie war kürzlich dem Tode sehr nahe, aber Gott gab ihr das Leben zurück, damit sie Ihn öffentlich bekennen könnte. Nach ihrer Genesung galt ihr erster Gang der Missionsanstalt, und ihre ersten Worte waren: „Ich war tot, aber der Messias hat mich wieder aufgerichtet, damit ich fortfahre, Ihm zu dienen. Ich bitte meinen Freund, Herrn Ginsburg, mir die heilige Taufe zu geben, um zu bezeugen, daß ich dem Messias gehöre, dem Sohne Davids, an den ich schon lange glaube." — Es war ein rührender Anblick, die beinahe. 100jährige Frau an dem Fuße des Kreuzes kttieen zu sehen, um in Christo wiedergeboren zu werden. Nach der Taufhandlung, Lei welcher alle unsre Judenchristen zugegen waren, sagte Ramo (welche den Namen Anna erhielt) zu mir: „Mein Sohn, nun kann der HErr der Schöpfung Sein Geschöpf hinwegnehmen; ich bin bereit. Der Messias hat heute abend meinen Paß unterzeichnet; ich bin Sein! Es ist der schönste Tag meines Lebens. Ich fürchte den Tod nicht mehr, denn ich habe einen Platz bei meinem Erlöser!" — Anna kommt jeden Sonntag zur Kirche, obwohl der Weg für ihr Alter weit ist. Sie verbirgt ihren Glauben nicht und ist immer sehr glücklich."

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