Mannheim
Compact Memory

Dibre Emeth · 1885-01-01 · 9 (1885) · page 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
41 (1885)
Issue
9 (1885)
Date
1885-01-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
98% known words query
IRI
…/2554541-2554892-2554902--08409-2564439
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Lebens Ruh' und führt mich deinem Himmel zu, o du, an den ich glaube. Ach gieb mir, Herr, Beständigkeit, daß diesen Trost der Sterblichkeit nichts meiner Seele raube! Tief präg' es meiner Seele ein, welch' Glück es ist, ein Christ zu sein!" ■— Daß wir nur auch allezeit halten, was wir haben, damit niemand uns die Krone rauben könne! Es gilt immer wieder das Herz zu öffnen, das so oft durch Trotz und Verzagtheit verschlossen wird. Es gilt immer wieder die verliehenen Kräfte sorgfältig zu benützen, die anvertrauten Pfunde auf die Wechselbank zu tragen. „Wer da hat, dem wird gegeben, daß er die Fülle habe. Wer aber nicht hat, von dem wird auch genommen, das er hat." (Matth. 13, 12.) Lieber Bruder, liebe Schwester aus Israel, wollt ihr nicht mit uns die Seligkeit des Christenstandes kennen lernen und mit uns wetteifern, sie in lebendigem Glauben festzuhalten? Afrikanische Iudenchristen. i. Wie in Nr. 6 berichtet wurde, konnte Missionar Ginsburg in Mogador am 8. Februar d. I. 4 Kinder Abrahams in die christliche Kirche aufnehmen. Unter diesen Täuflingen befand sich eine beinahe hundertjährige Jüdin. Es war besonders ergreifend, als dieselbe ihre Kniee beugte, um das Zeichen der neuen Geburt zu empfangen. Herr Zerbib hielt bei der Taufe eine arabische Rede über Jes. 27, 12: „Ihr Kinder Israels werdet versammelt werden, einer nach dem andern." Vor der heiligen Handlung empfing Missionar Ginsburg rührende Briefe von den 3 jungen Proselyten. Einer von ihnen, der seit 6 Jahren mit der Mission in Verbindung steht, schrieb: „Sie wissen, ich habe in den heiligen Schriften gründlich geforscht und studiert. Ich fand, daß der erwartete Messias gekommen ist. Überzeugt, daß es Jesus von Nazareth ist, komme ich, um mich um die Aufnahme in Seine Gemeine zu bewerben. Lassen Sie mich zwei Hauptgründe dafür anführen: 1. Ich bedarf Vergebung für meine Sünden. 2. Ich hoffe durch den Glauben an Ihn ein Erbe des Himmelreichs zu werden. Ich weiß, man kann nicht in das Himmelreich kommen, ohne wiedergeboren zu sein. Ich glaube, das Blut des Messias kann mich von aller Sünde reinigen. Die Zeit ist kurz und der Messias sagt: Thut Buße, denn das Himmelreich ist nahe." Der zweite, welcher 18 Monate lang christlichen Unterricht genossen hatte, schrieb: „Herr Zerbib kennt meinen Glauben an.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.