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Dibre Emeth · 1885-01-01 · 8 (1885) · page 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
41 (1885)
Issue
8 (1885)
Date
1885-01-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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60 O so lasset uns Fleiß thun, alle mit einander, Hand in Hand, einzukommen zu dieser Ruhe! Der einzige Weg dazu — glaubt es mir, Ihr lieben Söhne und Töchter Israels — ist der Glaube an Jesum Christum, Gottes Sohn und Gottes Lamm, von welchem alle Eure Propheten geredet haben. Er ist unser Friede. Er ist unsere Gerechtigkeit. Er ist die Versöhnung für unsere Sünden, für die unsern und der ganzen Welt. Er streckt auch nach Euch, die Ihr seine Brüder und Schwestern nach dem Fleisch seid, vom Stamme des Kreuzes auf Golgatha, wie auch von seinem Himmelsthrone zur Rechten Gottes voll heiliger Liebenssehnsucht seine Arme aus und ruft Euch zu sich mit den Worten des Erbarmens : „Kommet her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will Euch erquicken. Nehmet auf Euch mein Joch und lernet von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht." Ich schließe mit der Hinweisung auf Pauli Worte, Röm. 5, 1—5: „Nun wir denn sind gerecht geworden durch den Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unsern Herrn Jesum Christum; durch welchen wir auch einen Zugang haben im Glauben zu dieser Gnade, darin wir stehen, und rühmen uns der Hoffnung der zukünftigen Herrlichkeit, die Gott geben soll. Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch der Trübsal, dieweil wir wissen, daß Trübsal Geduld bringet; Geduld aber bringet Erfahrung; Erfahrung bringet Hoffnung; Hoffnung läßt nicht zu Schanden werden." Wilhelm August Bernhard. Professor Woluck und die Iudemnission. Der 1877 verstorbene berühmte Gelehrte hat vom Jahre 1817 an seine Teilnahme an der Ausbreitung des Christentums unter Nichtchristen in mannigfacher Weise bezeugt. Mehrmals dachte der Jüngling daran, selbst als Bote des Evangeliums zu Heiden oder Juden zu gehen. (Man vergleiche sein Leben von Witte, Band 1 (1884) S. 72 f., S. 170 f., S. 212 f.) In der 1822 gestifteten Berliner Gesellschaft zur Beförderung des Christentums unter den Juden übernahm er das Amt eines Sekretärs. In den Jahren 1824 und 25 gab er für seine Gesellschaft den „Freund Israels" heraus, der 1826 mit den Elsnerschen „Neuesten Nachrichten aus dem Reiche Gottes" vereinigt wurde. (Ein Verzeichnis der von Tholuck verfaßten Artikel giebt Witte a. a. O. S. 217 f.) 1823 ernannte die Londoner Judeumissionsgesellschaft

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