Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 41 (1885)
- Issue
- 7 (1885)
- Date
- 1885-01-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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50 Das Urteil des Nationalökonomen E. de Lavalse zu Lüttich - lautet ebenso. Derselbe antwortet auf die vorgelegte Frage: „Nein, tausendmal nein! Denn ihre Religion gehört unzweifelhaft zu den erhabensten und reinsten Religionen der Welt und ihre Rasse ist nach meiner Ansicht die intelligenteste und thatkräftigste unter allen Rassen der Erde. Sie wird die Herrin dieser Welt werden und wird es auch verdienen!"- * Daß die hier wiedergegebenen Urteile von „nicht-jüdischen" Männern herrühren, wollen wir gerne glauben: von Christen sind sie aber auch nicht niedergeschrieben. Jedenfalls stehen diese Herren dem Geiste des biblischen Christentums sehr fern. .Sie haben keine Ahnung davon, daß das letztere das vollendete, ausgereiste Judentum ist. Ein ehemaliger jüdischer Religionslehrer bezeichnet es in einem früheren Jahrgang dieser Zeitschrift als eine heilige Pflicht für Juden, sich dem Christentum zuzuwenden und fügt hinzu: „Das heißt nicht: seine Religion verlassen, sondern — sie erfassen." Denjenigen Lesern, die gegenwärtig diese Erkenntnis noch nicht besitzen, wünschen wir von Herzen, daß der Geist der Wahrheit sie in ihnen wirken möge. Eine sorgfältige Vergleichung der messianischen Weissagungen des Alten Testamentes mit der Geschichte und den Aussprüchen Jesu und seiner Apostel, die Erforschung des menschlichen Herzens und seiner tiefsten Bedürfnisse, das Studium der Geschichte muß dazu führen, daß man auf die Frage der Überschrift antwortet: Ja, die Juden sollen Christen werden! Sie sind es ihrem Gott, sie sind es sich selber, sie sind es der Menschheit schuldig. Dedeutung des Wortes evayyehov (Evangelium). Das Subst. evayyeliov (Evangelium) bezeichnet eine gute, frohe und angenehme Botschaft, z. B. von der Geburt eines Sohnes, von einem Siege, von einer Freisprechung im Gericht, wie das Verbum evayyski^sad-ai in gleicher Weise vom Bringen oder Verkünden einer solchen Botschaft gebraucht wird. Es bezeichnet bei den griechischen Schriftstellern auch den für eine Botschaft gegebenen Lohn oder das infolge einer guten Botschaft gebrachte Opfer. In den LXX (der griechischen Übersetzung des A. T.) finden sich Nomen und Verbum für das hebräische „bissör" (durch gute Nachricht erfreuen, erheitern, eig. schön, glänzenden Angesichts machen) und „besorah“ oder „besorah tobah“ (1. Sam. 31, 9; 2. Sam. 18, 19. 1. Kön. 1, 42. Ps. 68, 12; 40,10. Jes. 61, 1;