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Dibre Emeth · 1885-01-01 · 6 (1885) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
41 (1885)
Issue
6 (1885)
Date
1885-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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45 Du hast einen Freund in jedem Christenherzen. — Es bedarf keiner gewinnenden Beredsamkeit, uns zum Mitgefühl zu bewegen, keines Fürsprechers, keines Hinweises auf das Recht, das Du auf unsere Liebe hast. — Wir sehen Dich elend und wünschen Dir die hilfreiche Hand zu reichen. Wir sehen Dich unwissend und wollen Dich gerne die in der heiligen Schrift entfaltete Wahrheit lehren. — Wir wünschen Dir von dem Erlöser zu erzählen, der um der Sünder willen das herrliche Reich in der Höhe verließ und auf die Erde kam, zu leiden, zu bluten und zu sterben. — Wir wollen Dich bekannt machen mit dem Geheimnis seiner Geburt. Unter Deinem Volk wurde der mächtige Gott als kleines Kind geboren. — Darauf folgen wir seinem ganzen Liebesleben. Wir sehen ihn die Kranken heilen, die Lahmen wiederherstellen, Blindheit und Taubheit mit Einem Wort vertreiben. — Wir hören, wie die Stummen sein Lob verkündigen, wie er mildiglich die Kleinen einlädt, zu ihm zu kommen, und die Demütigen segnet. — Wir sagen Dir, was er hienieden erduldete, wie er dem Hunger, der Kälte und mannigfachem Elend preisgegeben war. — Dann begleiten wir ihn auf die Schädelstätte, wo er ans Kreuz erhöht wird, wo er für das schuldige Menschengeschlecht blutet, wo er als der Heiland um unseres Heiles willen stirbt. — Ja, wir haben ein brünstiges Verlangen, Dir jene Schriften zu geben, welche diese herrlichen Wahrheiten offenbaren, daß auch Du diesen Heiland anbetest und liebest, der allein Dein Elend heilen kann. — Jenes Buch macht Dich wahrhaft weise, gewährt Dir hier Trost und Hoffnung und bringt Dich einst jenseits des Grabes in die ewige Seligkeit. O komm' mit uns: wir wollen Dir Gutes thun! Golgatha. Line Stätte ist es bitt'rer Enal, VOo am Marterholz der Herr gestorben. Doch der Welt hat er das Heil erworben, Als er einzog in das Todesthal. Er vergoß sein Blut, den Bund zu gründen, Der befreit von aller Schuld der Sünden. Als das Opfer, das sich Gott ersah,. Starb der Herr auf Golgatha. von dem Holze seines Kreuzes quillt Seit Jahrhunderten ein Born des Lebens. Hier wird, was du überall vergebens Suchtest, deiner Seele Durst gestillt, wegen seines Sohnes blut'ger Wunden Ist der Vater dir zu allen Stunden Nun mit Gnade, Trost und Frieden nah. Sei gesegnet, Golgatha!

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