Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 41 (1885)
- Issue
- 5 (1885)
- Date
- 1885-01-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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und ihnen neues Leben einzuftößen. Mögen sie nicht aufhören zu beten, bis der Herr, dem das Reich gehört und der die Macht hat, mich und mein Haus und alle meine jetzigen und künftigen Nachfolger in Gnaden dem Leibe Christi einverleiben wird, damit wir als Glieder seiner Kirche anerkannt werden und in dem Licht dessen wandeln, welcher Sein Leben auch für uns gab. So werden wir Ostern halten nicht mit dem Sauerteige der Bosheit und der Schalkheit, sondern mit dem Süßteige der Lauterkeit und Wahrheit. Die zahlreichen Gläubigen werden verborgen bleiben, bis es uns erlaubt ist, unser eignes Gotteshaus zu haben. Dann werden wir zusammenkommen und vereint ausrufen: „Hosianna dem Sohne Davids. Gelobet sei, der da kommt im Namen des HErrn!" Kleine jüdische Ehrornkr. Die Bernsteinsche Stiftung in Lemberg (Galizien) läßt junge Israeliten zu Handwerkern heranbilden. Seit vorigem Jahr erhält sie von der israelitischen Allianz in Wien eine jährliche Unterstützung von 2500 Gulden, damit sie ihre Thätigkeit auf weitere 25 junge Leute ausdehnen kann. Die „Gesellschaft zur Verbreitung der Handwerke und des Ackerbaus im preußischen Staate", deren Sitz in Berlin ist, unterstützte vom 1. März 1884 bis zum 28. Februar 1885: 72 Lehrlinge. Einnahmen 8538 Mark, Ausgaben 7781 Mark. Wir teilen den Wunsch, den Rabbiner Fränkel im Breslauer israelitischen Meisterverein bei einem Vortrag über den Stand des jüdischen Handwerks in früherer Zeit aussprach: „Möchten auch jetzt wieder recht viele Israeliten ein Handwerk erlernen und dann ebenso Tüchtiges leisten wie ihre Vorfahren!" — In einzelnen jüdischen Gemeinden der Prov. Posen bestand bis zum vor. Jahr der Brauch, Leichen ohne Sarg zum Grabe zu bringen und zwischen lose zusammengestellten Brettern zu beerdigen. Eine Verordnung der Königl. Regierung hat denselben nunmehr untersagt und Zuwiderhandlungen mit Geld- oder Haftstrafe bedroht. — In Posen geht man damit um, ein Seminar zur Ausbildung jüdischer Lehrer zu errichten. — A. Hirsch und A. Arndt haben ein Vorspiel zur jüdischen „Nationalhymne", dem Chanukaliede „Maos Zur Jeschuaßi" komponiert. Berlagsort: Frankfurt a. M. — Bei A. Durlacher in Paris ist eine Prachtausgabe von 17 Bildern aus dem jüdischen Leben erschienen, deren Urheber der französische Kupferstecher Picart ist, gest. 1733. Während Oppenheim in seiner Behandlung desselben Gegenstandes idealisiert, stellt Picart die Dinge ganz objektiv