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Dibre Emeth · 1885-01-01 · 5 (1885) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
41 (1885)
Issue
5 (1885)
Date
1885-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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r}Sl.-W 39 und realistisch dar. — Am Purimfest, Sonntag, den 1. März, wurde das 25. Jubiläum der israelitischen Allianz gefeiert. Am 30. Juni 1884 betrug die Zahl der eingeschriebenen Mitglieder dieses Bundes 29 657, die Summe ihrer Beiträge 236 464 Franks. Die Allianz unterhält im Orient 32 Knabenschulen in 24 Städten^ 19 Mädchenschulen in 13 Städten und 16 Handwerkerschulen — mit einem Kostenaufwand von 519 666 Franks jährlich. — Vor zwei Jahren wurde zum Gedächtnis der silbernen Hochzeit des Kronprinzenpaares eine „Zentral-Versicherungs- und Pensionskasse für jüdische Gemeindebeamten in Deutschland" unter dem Namen „Friedrich-Wilhelm-Viktoria-Stiftung" begründet. Der deutschisraelitische Gemeindebund in Berlin bemüht sich, das inzwischen gesammelte Kapital von 35 000 Mark zu erhöhen, um „einem Stande die Arbeitskraft und Arbeitsfreudigkeit zu mehren, welcher die Israeliten zu guten, treuen und nützlichen deutschen Bürgern heranbilden soll." — Im „Spendenverzeichnis" des Bezirksrabbiners vr. Salvendi findet sich auch die Rubrik: „Für die Befreiung, der auf der Missionskolonie Artus befindlichen jüdischen Familien." Bon der Thätigkeit dieser jüdischen Gegenmission legen die jüdischen Blätter manchmal Zeugnis ab. Es werden die großen Erfolge gerühmt, welche die Gesellschaft „Esrath Nidachim" in Jerusalem gegenüber der christlichen Judenmission aufweisen könne. Sie habe z. B. in einem einzigen Monat „40 von den Missionaren umgarnte fremde Juden in ihre Heimat zurückbefördert." Durch sie seien 26 jüdische Familien bewogen worden, Artus zu verlassen. — Wir schließen mit der Erwähnung einer von Moses Ben Hezekia herausgegebenen beachtenswerten Schrift: „Zur Lösung der Judenfrage durch die Juden." Verleger: W. Jßleib in Berlin. Der Verfasser empfiehlt seinen Glaubensgenossen die Annahme des Christentums, will dasselbe jedoch zuvor reformieren. Grdnung des Hreslauer Missionsgottesdienstes für Israeliten und Freunde Israels.*) Gemeinde: Eingangslied. Pastor: Unser Anfang geschehe im Namen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes. Amen. *) Seit mehr als 30 Jahren im Gebrauch. Auf Verlangen neu ab gedruckt.

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