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Dibre Emeth · 1885-01-01 · 5 (1885) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
41 (1885)
Issue
5 (1885)
Date
1885-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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vorbereiten läßt, den beiden Erstlingen Nachfolgen. Dieser Zöglingwurde durch einen ungarischen christlichen Kaufmann zum Nachdenken über die Frage veranlaßt: Ist das Judentum oder das Christentum die wahre Religion? Er überzeugte sich davon, daß der Christ, welcher das letztere behauptete, im Recht war. Möchten sich doch viele christliche Kaufleute finden, die an Israel Mission treiben! Aus einem, schon vor etlichen Monaten veröffentlichten Schreiben des Herrn Rabbinowitsch teilen wir folgendes mit: „Die traurige, sittliche und gesellschaftliche Lage meiner Brüden betrübt mich. Meine Augen sind von der Zeit an geöffnet worden, in welcher ich den Boden des irdischen Jerusalem betrat, wohin ich ging, um eine Zufluchtsstätte und einen Ruheort gegen den Haß der Welt für mich und mein Volk zu finden. Damals wurde ich erleuchtet. Ich blickte auf ihn, den sie durchstochen haben und begann zu klagen: „O mein Bruder! O mein Herr!" So im Glauben auf ihn sehend, habe ich die gewisse Hoffnung, auf welche die ganze Kreatur wartet. Nach der Gnade, die mir widerfahren ist, habe ich willig und rückhaltlos mich selbst und alles, was ich habe, auch den guten Namen, den ich unter meinen jüdischen Brüdern erlangt habe, geopfert, um ihnen zu verkündigen, daß Jesus, der vor beinahe 2000 Jahren aus dem Thore von Jerusalem geführt und schimpflich gekreuzigt wurde, der verheißene Messias und Erlöser von Israel ist, der große Prophet, von welchem Moses sagte: „Einen Propheten wie mich wird der Herr, dein Gott, dir erwecken aus dir und deinen Brüdern; dem sollt ihr gehorchen." Mit Gottes Beistand erkläre ich ihnen bei jeder Gelegenheit, daß sie, wenn sie sich zu dem HErrn, ihrem Gott und zu David, ihrem König, d. h. zu Jesu von Nazareth, mit ganzem Herzen wenden und vor Ihm ihre Schuld bekennen werden, wie die Brüder Josephs, welchen sie verkauft hatten, die ihrige bekannten, indem sie sprachen: „Wir sind schuldig" — daß sie dann, wie die ganze Schöpfung, werden befreit werden von der Knechtschaft des Verderbens, um zu der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes zu gelangen. Ich danke Gott von Herzen, daß Tausende meiner Brüder an verschiedenen Orten für die Sache, die ich vertrete, warm empfinden und daß Hunderte in meiner nächsten Nähe zu mir sagen: „Der HErr sei mit Dir; wir wollen gehen, wohin Du gehest und leben wo Du lebst." Daher bitte ich ernstlich alle diejenigen, welche die Liebe Christi dringet, die Decke von den Augen der Brüder Jesu nach dem Fleisch hinwegnehmen zu helfen

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