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Dibre Emeth · 1885-01-01 · 5 (1885) · page 4

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Journal
Dibre Emeth
Volume
41 (1885)
Issue
5 (1885)
Date
1885-01-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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36 merkwürdigen religiösen Bewegung vielfach berührt und um seinen Beistand in Rat und That angegangen wurde, die Versammelten und sprach ihnen die Hoffnung aus, sie würden sich im Laufe des Jahres mit dem Worte Gottes fleißig beschäftigen. — Außer den wöchentlichen Sabbatgottesdiensten werden täglich Bibelstunden gehalten. Um den Umtrieben der Juden einigermaßen zu entgehen, hat der Leiter der „Israeliten des Neuen Bundes" seine Wohnung in einen anderen Stadtteil verlegt. Das Neueste, was wir über Rabbinowitsch berichten können, ist, daß er sich am 24. März in der Bethlehemkapelle zu Berlin hat taufen lassen. Professor Mead aus Andover in Nordamerika vollzog die heilige Handlung. Gegenwärtig hält sich unser neuer Mitchrist in Leipzig auf. Ein Verwandter des merkwürdigen Mannes wurde durch den Herausgeber der „Dibre Emeth" am 22. Februar in die christliche Kirche ausgenommen. In Kischinew geboren, trat Jakob, jetzt Paul Johannes G. schon vor 8 Jahren mit Christen in Verbindung. Namentlich wurden ihm die Unterredungen mit einem früheren Gehilfen Faltins, Miss. Friedrttann, zum Segen. Da er sich in seiner Heimat durch Familienrücksichten gebunden fühlte, reiste er im November vorigen Jahres nach Warschau, um hier Christ zu werden. Allein die Umstände bewogen ihn, nochmals den Wanderstab zu ergreifen. So kam er denn nach Breslau und empfing von dem Herausgeber drei Monate lang fast täglich christlichen Religions-Unterricht. Es war eine liebliche Fügung, daß bei seiner Taufe auch Miss. Faber zugegen sein konnte, der gerade von einem vierwöchentlichen Aufenthalt in Kischinew nach Leipzig zurückkehrte. Einer der Taufpaten war Diakonus Gerhard von St. Elisabeth, der Redakteur des „Kleinen Missionsboten", welche zum Besten des schlesischen Kolhs-Missionsvereins zu Breslau erscheinende Zeitschrift hiermit warm empfohlen werden soll. — Auf die erste diesjährige Taufe eines Israeliten folgte am 15. März die zweite. Der Täufling war ein junger Arzt aus einer Stadt am Rhein. Bon jüdischen Eltern religionslos erzogen, fühlte er sich eben in dieser unabhängigen Stellung nicht glücklich. Er sehnte sich je länger je mehr nach der Vereinigung mit den Bekennern des christlichen Glaubens. Ernste wissenschaftliche Studien förderten seine Einsicht in den unermeßlichen Segen, den unsere Religion über den einzelnen und die gesamte Menschheit auszuschütten berufen ist. Äußere Gründe für den Übertritt zum Christentum lagen, wie Dr. V. schon in seinem ersten Schreiben v. 17. Nov. v.J. nachwies, nicht vor. Will's Gott, so kann in einiger Zeit ein anderer Sohn Abrahams, ein Pole, der sich gegenwärtig auf den Empfang des Sakramentes

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