Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 41 (1885)
- Issue
- 5 (1885)
- Date
- 1885-01-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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O, der Anfang und das Ende" (Off. 1, 17. Phil. 2, 6 f. Kol. 1, 16 ff. Joh. 12, 41). Es handelt sich hier also nicht um einen „vergotteten Menschen", sondern um ein Wesen, das Gott war, che es Mensch wurde. Im Glauben der Gemeinde stand die ewige Gottheit des Heilandes neben der Einzigkeit des Vaters. Die Wurzel dieses Glaubens kann nur in dem liegen, was Jesus selbst gelehrt hat: in seinem Evangelium (Gal. 1, 7). Bei diesem sind die Jünger geblieben; an dieses hat der heilige Geist sie erinnert (Joh. 14, 26). Zwar läßt sich nur Eine Stelle aufweisen, in welcher Jesus — wenigstens nach dem Zeugnis der ältesten Handschriften — von dem Gebet zu ihm gesprochen hat: Joh. 14, 14. Sonst redet er nur von der Anrufung des Vaters. Aber trotzdem ruht die Anbetung Jesu auf guten Gründen: auf des Herrn Selbstzeugnis von seinem Verhältnis zur Gemeinde und zum Vater. Durch dies Zeugnis wurden seine Jünger dazu genötigt, ihn anzubeten und alle Bedenken, die sich dagegen erhoben, fahren zu lassen. „Die Anbetung Jesu ist nur verständlich als das tausendstimmige Amen der Gemeinde auf ein lautes und unzweideutiges Ja, welches durch Jesus selbst gesprochen worden ist." Er hatte nach Johannes erklärt, daß er aus dem Himmel stamme und dorthin zurückkehre, daß er vor Abraham gelebt, daß er sogar eine vorweltliche Herrlichkeit beim Vater besessen habe, daß das Bleiben in ihm die Seligkeit bedinge, daß man ihn so ehren solle wie den Vater. Wie im vierten, so wird auch in den drei ersten Evangelien die Anbetung des erhöhten Erlösers vorbereitet. Auch hier erscheint er als der Gottessohn und zukünftige Richter, vor dem man niederfällt (Matth. 14, 33; 8, 29; 28, 17). Es wäre sehr zu wünschen, daß die Leser der hier niedergelegten Betrachtungen bewogen würden, den ausgezeichneten Vortrag in die Hand zu nehmen, aus welchem sie geschöpft sind: „Die Anbetung Jesu im Zeitalter der Apostel. Von Dr. Th. Zahn, ord. Professor der Theologie in Erlangen. " Der Vortrag, der im Verlag der Evangelischen Gesellschaft in Stuttgart erschienen und auch durch Vermittelung des Herausgebers d. Bl. für 20 Pf. zu beziehen ist, eignet sich namentlich dazu, wahrheitssuchenden Israeliten auf viele Fragen Antwort zu geben. Der Erzbischof von Uork als Anwalt der Iudennnsfion. Am 11. Oktober des vorigen Jahres wurde in Jork eine Versammlung von Freunden Israels gehalten. Der dortige Hilfsverein der Londoner Juden-Missionsgesellschaft feierte sein Jahresfest. Als