Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 41 (1885)
- Issue
- 2 (1885)
- Date
- 1885-01-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Männer von Christo in verschiedener Weise, und daher werden ihm in den Schriften Pauli so oft göttliche Eigenschaften beigelegt. Fr. Godet. 17. Jesus hat der Kirche den Glauben an ihren endlichen Sieg gegeben. In der Offenbarung Johannis ist dieser Schatz der christlichen Hoffnung wie in einem kostbaren Schmuckkästchen niedergelegt für alle Zeiten der Kirche, besonders für die, in welchen sie unter dem Kreuze steht. Fr. Godet. 18. Die Offenbarung ist der krönende Abschluß des Neuen Testamentes und der ganzen Bibel. Sie soll die Hoffnung nähren, wie die Evangelien den Glauben begründen, die Briefe die Liede einpflanzen sollen. Fr. Godet. 1. Ein junger Israelit hatte tiefe Eindrücke von der Wahrheit des Evangeliums empfangen und verkehrte fleißig mit den Missionaren. Er konnte es nicht lassen, auch mit seinen Glaubensgenossen über die versöhnende Liebe Jesu zu reden, und sie zu drängen, daß sie mit ihm an den Erlöser glauben möchten. Seine Vertrautheit mit den jüdischen Schrifterzeugniffen gab ihm eine bedeutende Überlegenheit über seine Gegner, erregte aber auch einzelne unter denselben umsomehr. Einer dieser Feinde lockte ihn in ein Haus, in welchem sich zugleich andere eingefunden hatten. Hier riß man dem Hilflosen die Kleider vom Leibe und mißhandelte ihn grausam. Die Juden verlangten von ihm das Versprechen, seinen christlichen Glauben abschwören und den Namen Jesu nie wieder auf die Lippen nehmen zu wollen. Aber er ließ sich lieber peinigen, als daß er seinen Heiland verleugnet hätte. Blutend und ohnmächtig wurde er auf der Straße liegend gefunden. Zwei Frauen nahmen sich seiner an und pflegen ihn treulich, aber es wird einige Zeit vergehen, bis er seine frühere Kraft wieder erlangt. Dem Wunsch seiner Freunde, jene Peiniger gerichtlich zur Verantwortung zu ziehen, stimmt er nicht bei. Er fürchtet, daß dadurch die Hoffnung, sie endlich doch noch für Christum zu gewinnen, vereitelt werden könnte. Auch meint er, es müsse dem Jünger genug sein, daß er sei wie sein Meister (Mach. 10, 25). 2. Ein verheirateter Mann bat um Aufnahme in die Kirche. Als seine Frau das hörte, wollte sie ihn verlassen. Nun rieten die Missionare dem Taufbewerber, zu warten — in der Hoffnung, daß er allmählich die Gattin auf seine Seite ziehen könnte. In der That zeigte sich bei ihr bald die Macht des christlichen