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Dibre Emeth · 1885-01-01 · 2 (1885) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
41 (1885)
Issue
2 (1885)
Date
1885-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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lerne durch Seine Wege... Das Evangelium beseelt alle Meine übrigen Kenntnisse — wie der Hauch Gottes den Erdenkloß. Joh. von Müller. 6. Mag die geistige Kultur nur immer fortschreiten, mögen die Naturwissenschaften in immer breiterer Ausdehnung und Tiefe wachsen und der menschliche Geist sich erweitern wie er will: über die Hoheit des Christentums, wie es in den Evangelien schimmert und leuchtet, wird er nicht hinauskommen. Göthe. 7. Unsere Evangelien sind Magnete für alles Göttliche in den innersten Tiefen des Menschenherzens, aber zugleich Siebe, die alles ausscheiden, was von Sünde darin verborgen ist. Fr. Godet. 8. Matthäus gleicht dem Gärtner, der zu einem bestimmten Zweck einen großen prächtigen Strauß zusammenbindet; Lukas dem Botaniker, der die Blume gern an ihrem Standort und inmitten ihrer Umgebung beobachten möchte. Fr. Godet. 9. Ueber Christus, den Christen, die Kirche, hat Johannes in seinen Schriften eine wundervolle Klarheit ausgegossen, wie die Sonne beim Untergang die Alpeyhöhen wunderbar beleuchtet. Fr. Godet. 10. Die drei ersten Evangelien gleichen dem Heiligen im Tempel zu Jerusalem. Das Johannes-Evangelium hat Ähnlichkeit mit dem Allerheiligsten. Jul. Müller. 11. Ein platonischer Philosoph rief beim Lesen des vierten Evangeliums: Ach, das sind Centnerworte! Augustin. 12. Lesen Sie das Evangelium Johannis: darin finden Sie alles, was ich denke. Daran halten Sie sich! Fichte im Jahre 1813. 13. In der Apostelgeschichte sehen wir, wie unter dem Beistand des heiligen Geistes der Tempel gebaut wurde, darin Gott angebetet sein will im Geist und in der Wahrheit. Gerok. 14. Der Römerbrief ist das rechte Hauptstück des Neuen Testaments und wohl würdig, daß ihn ein Christenmensch nicht allein von Wort zu Wort auswendig wisse, sondern täglich damit umgehe, als mit dem täglichen Brot seiner Seele. Luther. 15. Der Römerbrief ist die tiefsinnigste aller vorhandenen Schriften. Coleridge. 16. Jakobus hatte den Herrn schon von seiner Kindheit an gekannt, Petrus war ihm während seines öffentlichen Wirkens gefolgt, Paulus hatte ihn erst bei seiner glorreichen Erscheinung vor Damaskus von Angesicht kennen gelernt. Daher reden diese

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