Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 41 (1885)
- Issue
- 2 (1885)
- Date
- 1885-01-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Zur Einführung in den Metten Geil der Hibel. 1. Die Bibel ist das Buch, dessen Inhalt selbst von seinem göttlichen Ursprung zeugt. Es enthält die Geschichte der Welt, der göttlichen Vorsehung vom Anfang an durch alle Zeitfolgen, bis an die große Abänderung aller erschaffenen Dinge, ja bis in die Ewigkeit hinein. Es entdeckt uns die Größe unserer Verschuldung und die Tiefe unseres Falles in der Größe der Rettungsanstalt und Ausführung derselben. Die Bibel ist mein edelster Schatz, ohne welchen ich elend wäre! Kant i. I. 1796. 2. Köstliche Bibel! Nichts ist, was sie nicht bietet dem Menschen, der seine Not fühlt und ihren Reichtum sucht! Wahrheit, die nicht veraltet, Freuden, die nie übersättigen, eine Krone, die niemals rostet, Linderung des Kummers und Stillung der Furcht, selige Hoffnung und unvergängliches Leben ist die Gabe Gottes an alle Liebhaber und Verehrer Seines Wortes. Walter Scott. 3. Im Neuen Testament liegt das Geheimnis aller Geheimnisse. Selig sind diejenigen, denen Gott die Gnade schenkt, dies heilige Buch zu lesen und zu verstehen! Einem Menschen, der es in thörichtem Wahn verwirft, wäre es besser, daß er nie geboren wäre. Lord Byron. 4. Das Evangelium besitzt eine geheime Tugend, etwas kräftig Wirkendes, eine Wärme, die zugleich auf das Verständnis einwirkt und das Herz durchdringt. Das Evangelium ist kein Buch, sondern ein lebendes Wesen mit einer Thätigkeit, einer Macht, die alles überwältigt, was sich ihr entgegenstellt. Ich werde nicht müde, dies/Buch aller Bücher zu lesen; ich lese es täglich mit gleichem Vergnügen. Die von der Schönheit des Evangeliums entzückte Seele gehört sich nicht mehr: Gott bemächtigt sich ihrer gänzlich, lenkt ihre Gedanken und ihr Vermögen; sie ist Sein. Napoleon I. auf der Insel St. Helena. 5. Ich las in den Evangelien die eigenen Worte Jesu. Wie mein Herz dabei gebrannt, welcher Strahl in meinen Geist gefallen, wie er mir die ganze Welt erklärt, ist unbeschreiblich. Dies Licht erhellte mir den Zusammenhang meines eigenen ganzen Lebens. Ich lerne den Weg, die Wahrheit und das Leben, was ich sei, was ich thun sollte und nicht kann ohne Ihn, der bei uns ist bis an der Welt Ende. Oft habe ich mich sehr betrübt, aber ich soll mich vielmehr immer freuen, endlich Seine Stimme zu hören, zu wissen, daß mich niemand Ihm aus der Hand reißen kann... Die Untersuchungen der Geschichte setze ich desto freudiger fort, weil ich Seine Fußstapfen überall finde und Ihn kennen