Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 41 (1885)
- Issue
- 2 (1885)
- Date
- 1885-01-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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die vorderhand nur hinter einem Pfeiler in der Kirche der evangelischen Predigt lauschen und in einem verborgenen Winkel ihres Hauses die heiligen Schriften des Neuen Bundes durchforschen. Niemand störe das Wachstum der unter der Schneehülle liegenden Pflanze! Doch wünschen wir, daß der Schnee bald unter dem warmen Odem des Lenzes schmelze und das zarte Gewächs immer mehr erstarke. Der Sohn Gottes will tapfere Streiter in seinem Heere haben, Leute, die nicht nur im geheimen seine Lebensworte in sich aufnehmen, sondern auch öffentlich mit Mund und Hand sich zu ihm bekennen. „Wer mich bekennet vor den Menschen, den will ich bekennen vor meinem himmlischen Vater. Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will ich auch verleugnen vor meinem himmlischen Vater". Des Christen Glaubensbekenntnis. Ich glaub' an dich, du großer Gott, Du Herr der Macht und Ehren: Das soll mir weder Hohn und Spott, Noch List, noch Zwang verwehren. Zn kräftig hast du dich bezeugt, D'rum will ich, ehrfurchtsvoll gebeugt, Vor dir, mein Schöpfer, stehen. Ich glaub' an dich, Herr Iesu Christ: wie könnt' ich anders handeln? Ich muß, weil du mein Heiland bist, In deinem Heile wandeln. Ich will dich immerdar erfreu'n, will immerdar das Böse scheu'n Und thun, was du geboten. Ich glaub' an dich, o heil'ger Geist vom hohen Himmelsthrone, Der mir den weg des Lebens weist Zum Vater und zum Sohne. Du lehrst, du leitest mich allein, Befreist mich von der Höllenpein Und hilfst mir in den Fimmel. Dreiein'ger Gott! Ich möchte mich Dir ganz zum Opfer bringen, Verleihe mir doch gnädiglich Zum wollen das vollbringen! Ach, leb' und wohne du in mir, Damit ich auch dereinst bei dir Dort droben wohnen möge!