Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 40 (1884)
- Issue
- 9-10 (1884)
- Date
- 1884-01-01
- Page
- – (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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157 stellen, ginge die Juden mit ihrer größeren Erkcnntniß nichts an. In den heiligen Schriften finde sich der Glaube an die drei »Personen« nicht als nothwendiger Bestandtheil des Bekenntnisses. Ebenso verhalte es sich mit dem Artikel der Geburt Christi von der Jungfrau Maria durch den heiligen Geist. Da das Wunderbare an dem Hergang schwer darzustellen sei, lasse man diesen Glaubensartikel bei Seite und sage nur, daß er geboren sei durch den heiligen Geist. Dokument 4 enthält eine Ordnung des Herrenmahles in der Passahnacht. Das Gchcimniß dieses Mahles bezwecke, in unfern Leib und Seele in thatsächlicher Wirklichkeit die Segnungen, welche Jesus unser Messias in seinem Leibe und Blute unS entgegenbringt, einzuführen. Hiernach soll sich die Feier des Mahles gestalten. Nach dem Vaterunser werden auf den Tisch eine Schüssel mit drei Matzen, ein Krug voll Weins und Becher nach der Zahl der Gläubigen gestellt. Der Pastor schenkt den ersten Becher ein, welcher der Becher des Hauptes der Väter «Abraham« heißt. Dann sprechen abwechselnd Pastor und Gemeinde. Sie gedenken zunächst in dieser Liturgie des Auszuges aus Egypten. Daun wird übergeleitet auf das Passahmahl Jesu, und beide Theile bedienen sich, liturgisch einander antwortend, der über dasselbe berichtenden Worte des Neuen Testamentes. Darauf nimmt jeder seinen Becher und segnet ihn im Namen des Gottes Abrahams und kostet von dem Weine. Es folgt darauf der zweite Becher des Hauptes der Propheten »Moses«. Pastor und Gemeinde rufen sich abwechselnd die Geschichte des Moses zurück. Zugleich aber wird mit Worten Jesu aus Johannes in Erinnerung gebracht, daß der Moses, auf welchen die Kinder Israel hoffen, sie verklage. Jeder nimmt den Becher, gedenkt im SegcnSgebetc des Moses und kostet von dem Weine. Darauf folgt der dritte Becher des Hauptes der Könige »David«. Pastor und Gemeinde erinnern sich in ähnlicher Weise wieder der Geschichte Davids nach Worten des Alten Testamentes, und wieder wird mit den Worten des Neuen Testamentes zu Jesu übergeleitet, dem Sohne Davids. Der Becher wird genommen, im Segeusspruch des David gedacht und vom Weine gekostet.