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Dibre Emeth · 1884-01-01 · 9-10 (1884) · page 25

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
40 (1884)
Issue
9-10 (1884)
Date
1884-01-01
Page
– (sequence 25)
Language
German
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153 lieben Gemeinde von Mydrccht zum Lehrer und Hirten zugewiesen worden. Von dieser Stunde au bin ich gewürdigt, meinen heiligen Dienst mit dieser Predigt unter euch zu beginnen und wieder hier ein Ebeuezer aufzurichten zum Ruhm der göttlichen Gnade und dabei ausrufen: Ms hierher hat der Herr geholfen! Das ist also eine kleine Aufzählung der Denksteine, die ich zur Ehre Gottes in der Zeit von 16 Jahren an aufgerichtet habe. Nun urtheilet ihr selbst, ob ich nicht in Verwunderung ausrufen möchte, mir, der ich vorher meine eigene Gerechtigkeit predigte, der vorher den Herrn Christum nicht kannte, mir, der ich vorher ein Lästerer des Herrn war, und der ich mich zu diesem höchst wichtigen Amte, den Herrn Christum zu verkündigen, ganz unwürdig gemacht hatte, mir, dem allergeringsten von allen Heiligen, ist diese Gnade gegeben, unter euch, deren Vorväter Heiden waren, den unausforschlichen Reichthum von Christo durch das Evangelium zu verkündigen. Ich traue ihm auch zu, daß er helfen wird und mir Gnade verleihen, den Herrn Jesum durch's Evangelium zu verkünden.« Danach folgen Anreden an verschiedene Personen, und hierauf lautet der Schluß: »O thenre Gemeinde von Mydrecht, der Herr hat mich zu euch gesandt, um unter euch das Wort der Seligkeit zu predigen. In dieser Stunde bin ich zum ersten Mal gewürdigt worden, diese Stelle als euer Lehrer zu betreten, und so muß ich nun zum Ruhm der freien Gnade Gottes mit Paulus ausrufen: Mir, dem allergeringsten von allen Heiligen, ist die Gnade gegeben, unter euch, die ihr vormals Heiden wäret, das theure Evangelium zu verkündigen, den unerforschlichen Reichthum Christi. Nun, liebe Gemeinde, Jakobs Gott sei euer Gott, eure Hilfe und Thcil bis in Ewigkeit. Er segne euren Ausgang und Eingang mit geistlichem Segen in Christo. Amen.« Das Pfarramt in der Gemeinde Mydrecht verwaltete er bis an seinen Tod, der im Jahre 1797 eintrat. Von seinen drei Söhnen hat der eine studiert, und derselbe war ein frommer Mensch. Von Schriften hat Duitsch besonders das oben bereits erwähnte größere Werk in drei Theilen Israels Verlossinge en ewige Behoudenis (Israels Erlösung und ewige Errettung) hinterlassen, in dem er seinem Volke zumal die Nothweudigkeit, Buße zu thuu, auf's Ernstlichste bezeugt.

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