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Dibre Emeth · 1884-01-01 · 9-10 (1884) · page 24

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
40 (1884)
Issue
9-10 (1884)
Date
1884-01-01
Page
– (sequence 24)
Language
German
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152 Als ich mich nun das erste Jahr in der lateinischen Sprache soviel als möglich geübt hatte, genoß ich zwei Jahre den Unterricht bei weitberühmten Hochlehrern in verschiedenen nöthigen Wissenschaften. Und dann saß ich noch drei Jahre zu den Füßen berühmter Gamaliels, um aus ihrem eigenen Munde in den Gründen der Gottesgelehrtheit unterwiesen zu werden, nämlich der Herren Burma«, Vos und insbesondere des Professors C. Bonnet, an deren Unterweisung ich mich stets mit Danksagung erinnere und flehe zu Gott, daß er sie noch lange als Stützen seiner Kirche erhalten wolle. Als ich die Zeit meiner Studien beendet hatte, ward ich am 16. April 1776 durch den Ehrwürdigen Claris van Schieland nach einem genauen Examen gewürdigt, unter die Zahl der Proponenten gestellt zu werden, um das selige Evangelium öffentlich zu verkündigen, so daß ich damals auf dem Wege nach Zion wieder ein Ebenezer aufrichtete und ausrufen mußte: »Bis hierher hat der Herr geholfen!« Nun hatte ich das Vorrecht, wonach ich so viele Jahre getrachtet und mich gesehnt, Christum den Gekreuzigten öffentlich zu verkündigen und ihn als den einzigen Weg der Seligkeit auch Anderen anzupreisen. Da machte ich mich auf, wo eine Vakanz war, mich hören zu lassen, um die freie Gnade, die Gott mich hatte erfahren lassen, auch Anderen zu predigen. Da ich nun ein ganzes Jahr weniger einen Tag am Weinberg gestanden' hatte unter vielem Seufzen, ob es dem Allregierenden gefallen möchte, mich zu rufen, wäre es auch noch in der elften Stunde, gefiel cs dem Herrn, meinen Weg aufzuklären und mir mit der That zu zeigen, daß er mit mir sei. Als ich nämlich den 14. April an hiesiger Vakanz gepredigt hatte, wurde ich den 15. mit der erwünschten Nachricht überrascht, daß der ehrwürdige Kirchenrath von Mydrecht die Wahl auf mich gelenkt hatte. Und so hat der Herr die Herzen der Könige gelenkt wie die Wasserbäche; auch die Herzen der hochedlen Herren des Landes von Utrecht und des Wohlehrw. Dekans und der Häupter der Kirche von St.s James in Utrecht, um die Wahl günstig zu approbieren. Der Ruf fand bei der Ehrw. Classis von Utrecht günstige Zustimmung und Gutheißen, und so bin ich durch S. Ehrwürden den 12. August nach dem Examen der

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