Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 40 (1884)
- Issue
- 9-10 (1884)
- Date
- 1884-01-01
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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149 im Gegen theil ist es mir die größte Ehre und Ursache meiner Freude, daß ich gewürdigt worden bin, um des Namens Jesu willen Alles zu verlassen und in solcher Arniuth ihm getreulich zu folgen. Ja, hier finde ich besondere Ursache, Gott zu verherrlichen und seiner Güte zu gedenken, denn er hat die Herzen seiner armen Kinder bewegt, daß ich von der Zeit an keinen Mangel mehr litt, und ich will die Liebe, die ich von ihnen genossen habe, lebenslang nicht mehr vergessen, sondern es soll stets meine Bitte zu Gott sein, daß ihren Häusern Barmherzigkeit widerfahre. Der Herr segnete auch weiter meinen Weg, und ich wurde von dem Wohlehrwürdigen, sehr gelehrten Herrn E. P. G. van Essen in den Wahrheiten unserer Bekenntnisse unterrichtet. Nun bin ich aber nicht im Stande, die christliche, ja väterliche Behandlung, die ich während des Unterrichts von S. Wohlehrwürden genossen, mit Worten recht auszudrücken; ich werde jedoch bis zu meinem Ende S. Wohlehrw. ein fürbittcnd und dankbares Herz wegen des treuen Unterrichts und der väterlichen Unterweisung und Hilfe bewahren, die ich als Fremdling genossen habe. Als ich nun acht Monate ungefähr in den göttlichen Wahrheiten unterwiesen, ward ich gewürdigt, den Namen des Herrn Jesu zu bekennen, und wurde durch die heilige Taufe in den Schooß der christlichen Kirche ausgenommen. O, was für ein seliger Tag war das für mich I Ein Tag, nach dem ich mich so lange gesehnt hatte; ein Tag, der mir ein Gedenktag bis an das Ende meines Lebens sein wird! Ein Tag, an dem ich zum anderen Male ein Ebcnezer zum Ruhm der freien Gnade aufrichten und dabei ausrufen durste: »Bis hierher hat der Herr geholfen!« — Aber, wer hätte wohl denken können, daß ich noch gewürdigt werden sollte, den Sohn Gottes durch's Evangelium zu verkündigen; und doch, Gottes Weg ist im Heiligthum. Das ist nun das Zweite, was ich noch vortragen will, auf welche Weise mir, dem allergeringsten von allen Heiligen, es gegeben worden ist, den unaussorschlichen Reichthum von Christo durch das Evangelium zu verkündigen, und nun gar unter euch, liebe Gemeinde zu Mydrecht. Als ich ungefähr ein Jahr getauft war, hat mich der Herr durch seine gütige Vorsehung mit einer Gattin versorgt und hat auch uns Beiden das Nöthige bescheert. Lange sah ich mich um, ob die Alles regierende Vorsehung mir nicht einen Weg öffnen