Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 40 (1884)
- Issue
- 9-10 (1884)
- Date
- 1884-01-01
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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146 Hunderte bisher haben ihre Stimme für die große jüdische Menge vergeblich erhoben, und so scheint es auch diesmal werden zu wollen. Denn Eins steht ihnen unaufhörlich im Wege, daß sie nicht zur rechten Erkentniß gelangen, und das ist jene Selbstvergötterung, welche ihre eigentliche Todsünde bildet. Nur gut, daß wir wissen, daß auch dieser eiserne Nacken sich einmal wird beugen lassen; und wenn auch nur ein Rest dieses Volkes, so wird doch eben dieser Rest, den Gott sich im Schmelztiegcl seiner Gerichte bewahren wird, Gott zuletzt die Ehre geben und in das Zeugniß einstimmen, welches Gott der Herr von seinen Wegen mit Israel selbst ablegt: Jesiaa 43, 21-28. Dies Volk habe ich mir zugerichtet, es soll meinen Ruhm erzählen. Nicht, daß du mich hättest gerufen, Jakob, oder daß du um mich gearbeitet hättest, Israel. Mir zwar hast du nicht gebracht Schafe deines Brandopfers, doch mich geehret mit deinen Opfern; mich hat deines Dienstes nicht gelüstet im Speisopfer, habe auch nicht Lust an deiner Arbeit im Weihrauch. Mir hast du nicht um Geld Kalmus gekauft; mich hast du mit dem Fetten deiner Opfer nicht gefüllt. Ja, mir hast du Arbeit gemacht in deinen Sünden und hast mir Mühe gemacht in deinen Missethaten. Ich, ich tilge deine Uebertretung um meinetwillen und gedenke deiner Sünden nicht. Erinnere mich, laß uns. miteinander rechten; sage an, wie du gerecht sein willst. Deine Voreltern haben gesündigt, und deine Lehrer haben wider mich mißhandelt. Darum habe ich die Fürsten des Heiligthums entheiligt und habe Jakob zum Bann gemacht und Israel zum Hohn. Christian Lalomon Duitsch. »Saat auf Hoffnung« enthält in Heft 1—4 des Jahrganges 1875 die Lebensbeschreibung des obengenannten Proselyten in aller Ausführlichkeit. In größerer Kürze will sie unser Blatt noch