Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 40 (1884)
- Issue
- 7-8 (1884)
- Date
- 1884-01-01
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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119 Verwildern und in eben die Barbarei hinein, worin Asia und Afrika schon eine lange Zeit liegt. Und wer weiß, wie lange es noch währt, so ist in Europa pure Barbarei und Finsterniß, und es ist kein Heiland, kein Christus mehr, als unter seinem armen geringen Volke. Das kann aber nicht so bleiben, sondern es muß aus dem Volke, aus Zion wieder ausbrechen der schöne Glanz Gottes und mitten in der Nacht leuchten, und seine seligen Seelen müssen durchdringen, wenn einst Alles wieder finster wird. Das fängt nun bei den Wilden und Mohren (durch die gesegneten Missionen unter den Negern in Westindien und den Wilden in Nordamerika) so sachte an; und es wird wieder herumkommen bis zu den Leuten, die jetzt eben damit umgehen, das Joch des Glaubensgehorsams abzuschütteln; deren Nachkommen werden froh sein, die Brosamen zu essen, die von der Wilden und Mohren Tische fallen. Da können wir allen künftigen Gläubigen den Trost zum Voraus geben: O wohl dir, glaube mir! Es wird alles vollendet werden, was der Heiland versprochen hat. Er wird einst erkannt und geheiligt werden, erst an den Kindern Israel und darnach unter allen Nationen. Die Ernte wird da groß, und der Arbeiter wird immer zu wenig sein. Wir haben schon oft gesungen: «Um des ein'gen Juden wegen soll man alle Juden pflegen!« In der letzten Zeit vor der Herrlichkeit wird man erst in seiner Fülle sehen, daß aus dem Stamm entsprießen soll'», in dieser letzten Zeit, durch welchen Gott aufrichten woll'n sein Reich, die Christenheit und auch unter seinem Volk. Eine wahre Geschichte. Ein angesehener Gastwirth zu M. in H. hatte einen ungerathenen, gottlosen Sohn. Ein alter, kränklicher Jude Elieser kehrte einst in dem vom Dorfe etwas abgelegenen Wirthshause ein und verlangte, weil er sich sehr entkräftet fühlte, sogleich eine Streu, um sich niederzulegen. Während er im tiefen Schlafe lag, kam der junge Bösewicht auf den Höllengedanken, die gute Gelegenheit — denn der Wirth, sein Vater, war mit der Mutter und den Dienstleuten auf dem Viehmarkt in der Stadt — zu