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Dibre Emeth · 1884-01-01 · 7-8 (1884) · page 22

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
40 (1884)
Issue
7-8 (1884)
Date
1884-01-01
Page
– (sequence 22)
Language
German
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118 Es weiß Niemand von uns, ob er selbst nicht einer von den Nachkommen SemS ist. Ein großer Theil dieses Stammes ist in das Bündlein der Lebendigen gebunden worden; denn es ist in der großen und seligen Veränderung, die nach dem Tode des Heilandes und schon zu seiner Zeit mit dem Volke Israel vorging, eine große Anzahl von ihnen der Christenheit inkorporirt worden, die ihren Ursprung verloren hat und nicht weiß, woher sie ist; weil schon vor 1700 Jahren die Nachkommen Abrahams, Isaaks und Jakobs nach dem Fleisch und wir Fremde ein Holz worden sind (Hes. 37, 17. Röm. 11). Darum ist cs kein Wunder, daß wir ein Verlangen nach dem haben, der da vergibt Missethat, Uebertretung und Sünde, und der es dadurch bewiesen hat, daß er alles, was unsere Seele verdient, ausgestanden und an seinem Leibe gebüßet hat. Es käme ihm nicht darauf an, und es wäre seine Lust, sein armes Volk zu pardonniren, wenn es selbst nur recht Lust hätte. Darum geht die Uhr so langsam, und man muß auf den noch übrigen Segen Israels, daß »das ganze Israel» selig werde, so lange warten, weil die Präparation auf Seiten der Seelen so erstaunlich langsam geht. Er wird aber endlich die Jahre zu Tagen machen (Hes. 4, 5), und von dem ganzen Volk oder wenigstens einem großen Theil, der zu seinen Füßen sitzt, die unreinen Kleider wegthun, sie waschen und einen reinen Hut auf ihr Haupt setzen lassen, daß sie mit der Kirche zu der Stunde, »wenn Alles, Alles wird wohl klingen, Lob und Dank singen« und das ganze Israel, Juden und Heiden, die Nachkommen Abrahams, Isaaks und das eingepfropfte Reis den großen Hymnus: »Du bist's werth, denn Du hast uns erkauft!« mit einander anstimmen werden. Es ist aber nicht nur zwischen Heiden und Juden so, sondern man steht mit allen sogenannten Christen, die manchmal den geistlichen Umständen und Herzen nach weit auseinander sind, in gleicher Erwartung. Es werden alsdann gar sehr viele herzukommen, nach und nach eine Heerde werden und mehr Seelen zum Lamme, für uns erwürgt, kommen, als man je vermuthet hätte. In den ersten Zeiten des Christenthums war es besser als jetzt. Jetzt ist das kleine Häuflein der Seinen wohl ein seliges Häuflein, aber mit dem großen Haufen geht's immermehr in'S

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