Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 40 (1884)
- Issue
- 7-8 (1884)
- Date
- 1884-01-01
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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117 Indessen vergeht doch dieses Geschlecht nicht. Was ist zu thun? Die Sache ist im Göhren und wird sich gewiß aufklären. Es wird endlich eine so schöne Gemeine aus den Juden werden, als wir immer durch des Heilands Gnade zu werden gedenken. Es sind ihrer schon viele unter das Volk Gottes gemengt, in alten und in neuen Zeiten, die da gedeihen und werden selige Leute, wenn sie von dem neuen Zweig hineinkommen, der auf beit alten Stamm gepfropft ist. Aber es ist noch lange nicht Alles; es wird viel weiter gehen; und bis es sich zum Ganzen schickt, müssen wir uns an den Heiland halten, der macht mittlerweile seinem Volke Ehre genug. »Gott breite Japhet aus und lasse ihn wohnen in den Hütten Sems!« 1. Mose 9, 27. Wir wohnen in den geistlichen Hütten Sems (des Volkes Israel), und aus dem Stamm Sems kommen sie nur noch einzeln zu uns. Wie glücklich würden wir uns schätzen, wenn wir die erstgeborenen Brüder alle in unserm Hause empfangen könnten! Es wäre einer von den größten Jubeln der Gemeinde, wenn wir viele Männer aus Sem unter uns sähen. Möchten sie doch ihr Gesetz mitbringen, wenn sie nur an den Fels glaubten, daraus wir auserwählte Leut' gegraben und gehauen sind; wenn sie nur die Beschneidung ohne Hände und das Abthun des sündlichen Leibes im Fleisch durch das Opfer des Leibes Jesu annehmen. Gott breite Japhet aus und lasse ihn wohnen in den Hütten Sems, nachdem Sem nun schon viele hundert Jahre in den Hütten Japhets zu dessen nicht geringer Beschwerde gewohnt hat. Die Deutschen und was von Alters her damit konnektiert, sind jetzt die Erwählten Gottes aus den Nationen, bis sie mit dem alten und ersten Wahlvolk wieder ein Holz werden (Hes. 37, 17), und sich Ur und Uz, d. i. den Gurbern, Persern, Mahometanern präsentiren können, um ihnen Luft zu machen, daß eine Heerde und ein Hirte werde und der Name des HErrn nur einer sei. Da fällt uns nun zwar ein: Wer wird leben, wenn Gott das thun wird? Es ist jetzt freilich noch wenig Apparenz dazu, und auch der gute heilige Anbruch; das Wenige, was wir von Sem unter uns haben, ist noch so unsicher, daß man nicht viel sagen kann.