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Dibre Emeth · 1884-01-01 · 3-4 (1884) · page 30

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
40 (1884)
Issue
3-4 (1884)
Date
1884-01-01
Page
– (sequence 30)
Language
German
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62 nehmungen zu organisiren — immer war er derselbe Mann, fort und fort Liebe zu Christo, Liebe zu Israel, Liebe zu allen Christen athmend, und' in seinen Briefen sowohl als in seinen Reden nichts wissend, als nur Christum den Gekreuzigten. Der 20. April 1864 war ein trauriger Tag. Schon in den vorhergehenden Wochen hatte sich die Gemeinde in der Dreieinigkeitskapelle versammelt, um für die Wiederherstellung ihres Pfarrers zu beten, der auf seiner Heimreise von Livorno krank geworden war. Ob schon es ihm aber erlaubt war, London zu erreichen, und er sogar noch nach Brighton sich begeben konnte, in der Hoffnung, daß die Seeluft sich wohlthätig erweisen würde, so wurde doch der Wunsch seiner ihm anhangenden Gemeinde nicht erfüllt. Am 14. des Monats nahm ihn Jesus in die ewige Ruhe, und nun handelte es sich darum, seinen sterblichen Leib in's Grab zu legen. Die Gallcrien der Kapelle, wo ein vorläufiger Gottesdienst gehalten wurde, waren vollständig mit Polizeibeamten angcfüllt, für die er sich interessirt und unter denen er eine wöchentliche Bibelstunde geleitet hatte; 300 derselben hatten Erlaubniß erhalten, ihre Verehrung und Liebe für ihren Freund an den Tag zu legen, und es war ein nie zuvor oder seitdem gesehener Anblick, als sie — angeführt von zwei Offizieren auf verhüllten Pferden, und sammt und sonders einen Krepp tragend — dem langen Leichenzug sich anschlossen und sich um das Grab nt Kensal Green sammelten. Die meisten Läden in dem Bezirk waren geschlossen, und viele Hunderte von Zuschauern hielten fast längs des ganzen Wegs die Straße besetzt. Nachher wurde die Erlaubniß erlangt, auf der Stätte ein Monument hinzusetzen, das, wie die Inschrift meldet, errichtet wurde »von seinen Freunden und Gliedern seiner Gemeinde mit Hülfe eines Beitrags einer Division der Stadtpolizei, an deren Wohlfahrt er ein besonderes Interesse nahm, als ein Zcugniß ihrer Liebe, Achtung und Dankbarkeit, und als ein Zeichen ihres Schmerzes«. vr. Norman Macleod sagt in Bezug auf seine letzte Zusammenkunft mit Ridley Herschcll, da er selber sich anschickte, nach Palästina zu reisen: „Wir brachten, wie gewöhnlich, einen sehr vergnüglichen und gesegneten Abend mit einander zu, und das Gespräch über meine Reise machte ihn, indem er meine Aussichten mit seinen Rückblicken in Verbindung brachte, so munter, daß ich

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