Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 40 (1884)
- Issue
- 3-4 (1884)
- Date
- 1884-01-01
- Page
- – (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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63 völlig erwartete, er werde sich wieder erholen, und den letzten Worten, mit denen er von mir schied, nicht den ernsten Sinn beilegte, den ich ihnen sonst beigelegt hätte. »Leben Sie wohl!« sagte er, »Sie gehen in's alte, und ich gehe in's neue Jerusalem; und, Gott sei Dank, ich gehe ohne die geringste Unruhe, sondern in vollkommenem Frieden!« — Dort ist er, und dort können wir ihn antrcffen." Der judenchristliche Gebetsbund. Eine Reihe von Judenchristen ist vergangenes Jahr zu einem Gebetsbunde zusammengetreten, welcher es sich zur Aufgabe stellt, ein Band zwischen den Judenchristen unserer Tage herzustellen. Jetzt nun hat derselbe sein erstes Jahresfest gefeiert und zählt bereits 143 Mitglieder, eine ganz ansehnliche Zahl, wenn man die Kürze seines Bestehens bedenkt. 1867 hatte bereits Dr. Schwarz einen Judenchristenbund in's Leben gerufen, der aber nicht Bestand hatte und sich nnn in der neuen Form einer bloßen Gebetsgemeinschaft neu gebildet hat. Den -Anstoß für die Gründung dieses Bundes hat aber diesmal nicht ein Proselyt, sondern Prediger I. B. Baraclough von der Londoner Judenmissionsgesellschaft gegeben, dessen Anregung gern Folge geleistet wurde. Der Gebetsbund hat seitdem allgemeine Gebetsversammlungcn in der jüdischen Passahzeit, am Tage der Zerstörung Jerusalems, am Vorabend des jüdischen Versöhnungstages und in der Weihnachtszeit gehalten. Die Versammlungen fanden an verschiedenen Orten statt, und waren jedesmal zwischen 50—80 Personen erschienen. Einige Male waren auch nichtbekehrte Juden zugegen, auf welche diese Versammlungen sichtlichen Eindruck machten. An jedem Sonnabend aber beten die Glieder des Bundes für einander und um bestimmte Gegenstände, die ihre Regeln festsetzen. Zweigvereine des Hauptbundes sind hin und her errichtet worden. Beim Eintritt in den Bund zahlt der Einzelne 1 Mk. und ebenso einen Jahresbeitrag in derselbe» Höhe. Als ein Band zwischen de» zerstrcule» Proselytcn und als eine Vorbereitungö-