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Dibre Emeth · 1884-01-01 · 3-4 (1884) · page 29

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
40 (1884)
Issue
3-4 (1884)
Date
1884-01-01
Page
– (sequence 29)
Language
German
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61 Mutter zu sein! Und brauche ich es wohl zu sagen, daß meine Brüder eine Mutter verloren haben, daß die armen Juden eine Mutter in Israel verloren haben? O weh uns, weh! O HErr! meine Prüfung ist bitter, aber Du willst sie versüßen; ja, bereits befähigst Du mich, den Frieden zu fühlen, der über alle Vernunft geht. Ich traure nicht wie die, welche keine Hoffnung haben!« Einige Monate nach diesem schweren Schlage war Herschell wieder beständig an der Arbeit, aber es wurde bald deutlich, daß er Ruhe und Erholung nöthig habe. Für ihn bedeutete jedoch Ruhe blos einen Wechsel im Arbeitsfeld; und so finden wir ihn, da cs beschlossen war, daß er wieder nach Palästina gehen solle, auf seinem Wege in Paris Halt machen, die ernstesten Pastoren, die Monods, Grandpierre und Andere, in sein Hotel einladen und ihnen einen Vorschlag vorlegen, eine Protestanten-Versammlung zu halten, um einen Verein zur Verbreitung von Traktaten und Predigten in verschiedenen Sprachen zu bilden, ähnlich demjenigen, den er in England im Jahr 1851 in Gang gebracht hatte. Da man erwartete, daß ein großer Zusammenfluß aus allen Nationen bei der französischen Weltausstellung von 1855 stattfinden werde, so wurde der Plan wohl ausgenommen, und Maßregeln wurden getroffen, um ihn auszuführen. In Jerusalem hielt er im Hause des Bischofs eine Versammlung, um die Ausführbarkeit der Gründung einer Muster-Meierei und landwirthschaftlichen Schule zu Gunsten bekehrter Juden zu erwägen, und er erlebte eine Verwirklichung des Planes. Im Jahr 1855 heirathcte Herschell Fräulein Füller Maitland, von der bezeugt wird, daß sie mit der zärtlichsten Hingabe bis an's Ende seines Lebens zu seinem Wohlsein und Glück behülflich gewesen sei. Das war aber für ihn kein Grund, in seinen gewohnten Arbeiten nachzulasscn, und wir finden ihn daher während der neun übrigen Jahre seines Lebens, so lange er noch die nöthigen Kräfte besaß, thätig und eifrig wie immer. Am Hofe des Königs von Preußen, i» den Versammlungen der evangelischen Allianz in Genf, als er ein wenig auf der Insel Wight ausruhte, oder auf einer Reise durch Wales zu Tenby, wo er durch einen schmerzlichen Unfall aufgehaltcn wurde, dann wieder auf seiner Kanzel in der Dreieinigkeitskapelle, und hierauf noch einmal die Küsten von England verlassend, um unter de» Juden in Italien Missions-Unter-

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