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Dibre Emeth · 1884-01-01 · 3-4 (1884) · page 28

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
40 (1884)
Issue
3-4 (1884)
Date
1884-01-01
Page
– (sequence 28)
Language
German
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60 Gesellschaft zur Verbesserung der Lage der Juden eine Reise »ach den Hauptstädten Amerikas, wo er ein weites und brennendes Interesse zu Gunsten Israels anregte. Auf seiner Rückkehr nach England folgte nun, was als »die letzte Station seiner Pilgrimschaft durch diese Welt« angesehen werden kann. Schon im April 1839 war er von FounderS-Hall nach der Chadwell-Street-Kapelle (Jölington) übergesiedelt, die, wie er dachte, ein gutes Arbeitsfeld darbot, da sie sich in einer armen und dichtbevölkerten Gegend befand. Dort setzte Ridlcy Herschcll sechs Jahre lang sein Predigtamt fort, bis der Platz so unschicklich vollgepfropft war, daß es nothwcndig wurde, an eine Erweiterung zu denken. Diese war jedoch unmSglich, da die Kapelle zu dicht mit Häusern umgeben war, und so hatte er keine andere Wahl', als einen neuen Platz aufzusuchen und zu bauen. Eines Tages nun, da Herr Herschell im Westen Londons war, bemerkte er, daß ein großer Micthstall in einer Gegend, die ihm alles darzubieten schien, was er nur in Bezug auf Brauchbarkeit wünschen konnte, verkauft werden sollte. Sein erster Schritt war, es »vor Gott zu bringen«; und siehe, bald nachher machte ihm sein Freund Sir Culling Eardlcy das edelmüthige Anerbieten, ihm den Besitz zu verschaffen. Am 8. April 1845 wurde der Grundstein der Dreieinigkeitskapelle gelegt inmitten einer großen Schaar innigen Antheil nehmender Zuschauer, und an einem heitern Maitag im Jahr 1846 wurde das Gebäude zum Gottesdienst eröffnet. In Verbindung mit diesem Gebäude erhob sich auch bald ein Asyl für Juden, eine Sonntagsschnle, die bald viele Hunderte von Kindern versammelte und noch immer einen mächtigen, heilsamen Einfluß ausübt unter den großen Massen, welche die Gegend bevölkern, und andere Institute eines ähnlichen wohlthätigen und evangelischen Charakters. Hier arbeitete Ridley Herschcll unaufhörlich 20 Jahre lang unter Juden und Christen, bedacht auf das Wohl aller, die er erreichen konnte. Die ersten sieben Sommer brachten kaum eine Wolke über sein glückliches und daneben ernstes Leben, aber im Herbst 1853 traf ihn ein großer Schmerz. Beraubt seiner heißgeliebten Gattin, schrieb er seinen Kindern: »Getrennt zu sein von einer solchen Busenfreundin, Rathgcberin, Führerin, exemplarischen Christin, von einer so völlig sich hingebenden Frau, das ist hart zu ertragen. Und ach, meine lieben Kinder! Wie schwer ist es, ihnen beides Vater und

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