Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 40 (1884)
- Issue
- 3-4 (1884)
- Date
- 1884-01-01
- Page
- – (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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59 wurden im Geschäft unterstützt, und beinahe 500 erhielten sonstige gelegentliche Unterstützung. Um dieselbe Zeit eröffnete Herschell abermals ein Asyl, wo nach und nach Hunderte von gläubigen und wahrheitssuchenden Juden freundlich ausgenommen und nach Leib und Seele unterstützt wurden; und dann folgte die Entstehung der »Britischen Gesellschaft zur Verbreitung des Evangeliums unter den Juden«. Hcrschell war mit vielen ausgezeichneten Dienern Gottes zugegen, als dieses Institut am 7. November 1842 in der schottischen Kirche (Regent Square) gegründet wurde, und er blieb sein warmer Freund bis in die letzten Tage seines Lebens. Niemand saß je in seinem Kom ite, dessen Rathschläge schätzbarer waren, oder dessen Dienst treuer und beharrlicher war, als der scinige. Im Mai 1844 gab Herschell, nachdem er von einem Besuch in Palästina zurückgekehrt war, die erste Nummer der »Stimme Israels« (Voiee of Israel) heraus, eine Zeitschrift, bestimmt, als Medium gegenseitiger Mittheiluug zwischen jüdischen Bekehrten, und als ihr vereintes Zeugniß für die großen Hanptwahrheitcu des Christenthums zu dienen.*) Bei der Herausgabe dieser interessanten Zeitschrift wurde Herschell während ihrer vierjährigen Dauer fort und fort von der unermüdlichen Hand und den unermüdlichen Augen seiner Frau unterstützt; denn nicht nur ging jedes Manuskript durch ihre Hände, bevor es in die Druckerei wandelte, sondern sie hatte jeden Monat etwa 30 jüdische Schriften, meist in deutscher Sprache, zu lesen. Es geschah inmitten dieser Arbeiten, daß Ridley und seine treffliche Frau durch ein Zeichen, daß ihre vereinten Bestrebungen zur Wohlfahrt Israels nicht vergeblich waren, erfreut wurden. »Sechzig Glieder vom Hause Israels, die an den HErrn Jesum Christum als ihren Messias und Heiland glaubten«, hatten sich dazu vereinigt, ihren Freund und Wohlthätcr mit einer schönen Bibel in acht Sprachen zu beschenken, und die Zueignungsschrift, die sie begleitete, trug Unterschriften aus allen civilisirtcn Ländern der Welt. In demselben Jahr (1845), in welchem Herr Hcrschell dieses Liebeszeichen erhielt, machte er auf die ernstliche Bitte der amerikanischen *) Von seinem Besuche in Palästina hat HerscheÜ in einem Schriftchen erzählt, das er unter dem Titel: »A visit to my fatherland« herausgab, und das auch in deutscher Uebersetzung: »Besuch in meinem Vaterland«, Basel, Druck und Verlag von Felix Schneider, 1846, erschienen ist.