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Dibre Emeth · 1884-01-01 · 3-4 (1884) · page 15

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
40 (1884)
Issue
3-4 (1884)
Date
1884-01-01
Page
– (sequence 15)
Language
German
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47 scheinen nur sechs in unmittelbarer Verbindung mit der bischöflichcn Kirche stattgefunden zu haben. Die Einnahmen beliefen sich ans gegen 50,000 Mark. Carl Wilhelm Friedrich. Die »Sammlungen für Liebhaber christlicher Wahrheit« enthalten im Jahrgange 1791 S. 202 Einiges aus der Lebensgeschichte des Proselyten Earl Wilhelm Friedrich, den jene Sammlung aber nur mit dem Buchstaben F. nennt. I. A. Hausmeister hat in seinen »Merkwürdigen Lebens- und Bekehrungsgeschichtcn nebst interessanten Aeußerungen bekehrter Israeliten, Basel 1835« das in jener älteren Quelle Mitgetheilte wiederholt; und der Herausgeber der »Dibre Emeth« hat in Folge seiner Anfrage in Prenzlau hierauf erfahren, wie der Name des Proselyten in Wirklichkeit gelautet hat. Friedrich hat selbst seine Lebensgeschichte erzählt. Er theilt mit: „In meinem 18. Jahre wollte ich von Berlin nach Hamburg reisen, um noch ein Jahr unter dem bekannten Rabbi Jonathan Eibeschütz in Altona zu stndiren. Ich war bis zwei Meilen von G. im Mecklenburgischen gekommen, da fiel mir plötzlich ein, daß die christliche Religion nicht so verächtlich sei, wie sie meine Nation dafür halte, weil Gott ihre weite Ausbreitung zugelassen, und sich auch Könige zu ihr bekennen, die Juden aber überall zerstreut, verachtet und nur aus Mitleid zugelassen seien. So kam ich in die Stadt. Da verfiel ich in Schwermuth wegen meiner Zweifel an meiner Religion. Zur Buße wollte ich sechs Monate hindurch Montags und Donnerstags bis zum Sonnenuntergang fasten. Ich kam aber nicht bis Hamburg, sondern wurde in Schwerin (Mecklenburg) so krank, daß ich au meinem Wiederaufkommcn verzweifelte. Doch genas ich wieder. Wegen des nahen Winters rieth man mir die Rückkehr nach Schwerin a. Warthe. Ich brach auf, bekam aber unterwegs eine Stellung in Müncheberg, wo ich ein Jahr blieb. Von dort wurde ich nach Königsberg in Preußen gerufen. Hier wurde meine Seele auf's Neue erweckt. Die christliche Religion stellte sich mir mit ihrem geistlichen Schmuck ganz vor die Augen. Ich wurde unruhig, nahm wir vor, das

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