Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 40 (1884)
- Issue
- 3-4 (1884)
- Date
- 1884-01-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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46 bericht vom Jahre 1882 vor. Man erhält hier nicht den Eindruck, daß mit dem gleichen Erfolge wie im Anfänge die Sache weitergeführt werde, darf aber dafür dankbar sein, daß wenigstens das Interesse an dem Werke in dieser Kirchengemeinschaft durchaus nicht erloschen ist. 41 Bischöfe haben sich für die Judenmissionsarbeit in der bischöflichen Kirche Amerikas öffentlich erklärt. Fünf neue Missionare sind angestellt worden, so daß sich jetzt die Zahl der Missionsarbtiter im eugern und eigentlichen Sinne auf acht ordinirtc Prediger, einen Laienmissiouar und sechs Lehrerinnen beläuft. Für jüdische Kinder sind zwei neue Missionsschulen errichtet worden. Die Zahl der Geistlichen, welche sich jetzt am Werke selbst betheiligen und unter den Juden ihrer Parochie missioniren, hat sich fast verdoppelt, sie ist gegenwärtig auf 222 gestiegen; in 201 Orten hat man die Juden mit dem Evangelium aufgesucht. Unter den aus Rußland eingewanderten Juden sind viele hebräische und polnische Schriften verbreitet worden, andrerseits aber haben die Vorkommnisse in Rußland des Oefteren den Zugang zu den Juden erschwert. Die in Amerika angesessenen Juden entfernen sich so sehr von ihrer Religion, daß die Gesellschaft weniger mit den früheren jüdischen Vorurtheilen, als mit der religiösen Gleichgültigkeit zu kämpfen hat. Die Juden haben das Alte verlassen, aber nichts Neues an seiner Stelle gefunden. Nach ihrer eigenen Schätzung besucht jetzt von 10 Juden in Amerika kaum einer die Synagoge, nur die Rasse hält sie noch zusammen, die Religion nicht mehr. Zumal das jüngere Geschlecht wächst fast ohne jede Religion auf. Um so eifriger sind viele Juden Amerikas bemüht, die Reihen der Gegner alles Glaubens im Lande zu verstärken. Die Arbeit unter diesen Juden ist also keine leichte. Doch sind außer 42,000 Flugblättern und Traktaten unter ihnen nicht wenige heilige Schriften in englischer, deutscher und hebräischer Sprache verbreitet worden. In New-Aork wird die Gesellschaftsschule von 89 jüdischen Kindern besucht, neun unter den Kindern gehören Prosclytcn an; Missionsschulen bestehen aber auch noch an andern Orten. Taufen sind im Jahre 1882 nicht häufig vorgekommen, so weit ersichtlich,