Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 40 (1884)
- Issue
- 3-4 (1884)
- Date
- 1884-01-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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48 12. Hans Ernst von Kottwitz (1757—1843). Bon dem ehrwürdigen, wahrhaft adligen Manne, der in und außer Berlin nach verschiedenen Seiten hin wohlthätig gewirkt hat, schreibt Professor Jakobi in Halle: »Auch zur Unterstützung der Judenmission ließ er sich heranziehen, wie er sagte: vorzüglich auf Veranlassung des Freiherrn von Senft, welcher ihm ziemlich oft angehende Proselyten niederen Standes znsendete«. Doch scheint K. auf diesem Gebiet trübe Erfahrungen gemacht zu haben. Seine Hoffnung für das Gedeihen der Mission war daher gering. (»Erinnerungen an Baron v. K.« 1882. S. 50.) Vom omerilramschen Misstonsfel-e^ Prediger Jakob Frcshman in New-Iork, welcher eine Mission von hebräischen Christen in's Leben gerufen hat, berichtet über den Fortgang seines Werkes ausführlich in seinem zweiten Jahresberichte über das Jahr 1883. Am Anfänge des Jahres hielt er Versammlungen in seinem eigenen Hause ab, die anfangs bei Christen wenig Theilnahme fanden, so daß es ihm auch recht schwer fiel, die laufenden Ausgaben, welche sein Werk mit sich brachte, zu bestreiten. Da besuchte Freshman London und die dort auf dem Missionsgebiete gemachten Erfahrungen ermuthigten ihn, sein eigenes Unternehmen nicht fallen zu lassen. So miethete er nun einen Saal für Abhaltung öffentlicher Gottesdienste, und nach dem ersten derselben bot ihm ein Herr die Jahresmiethe für den Saal an. Die Gottesdienste werden des Abends abgehalten und zahlreich von Juden, theilweise auch von Christen besucht. Die Gesänge führen bekehrte Juden ans, während Freshmans Frau das Pianino spielt. Am Schlüsse des Gottesdienstes pflegen bekehrte Juden die Versammlung anzureden. Bald erwies es sich als Nothwendigkeit, einen zweiten Saal zur Abhaltung noch anderer Gottesdienste zu miethen, auch hierfür kamen hinreichende Mittel ein. Die Versammlungen werden an dieser Stätte an den Nachmittagen der Sonnabende gehalten. Die Schrift wird hierbei in deutscher, englischer ünd hebräischer