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Dibre Emeth · 1884-01-01 · 3-4 (1884) · page 10

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
40 (1884)
Issue
3-4 (1884)
Date
1884-01-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
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42 Geschlecht (von Hohenau), Haupt der wittgcnsteinschen Separatisten, veröffentlichte 1699 in Frankfurt ein Ermahnungsschreiben an Israel. Er besuchte hier auch die Synagoge und that »nach Beendigung des Gottesdienstes ein so kräftiges Gebet um die Zukunft und Offenbarung des Messias, daß die Juden in Weinen und Stöhnen geriethen und Einige ihn sogar für einen Juden hielten.« Später zog er sich freilich von der Arbeit unter Israel wieder zurück. (Göbel a. a. O. II. S. 815 f.) 9. Joh. Gottfried Sillig (1734—92), ein sächsisches Pfarroriginal, »hatte große Vorliebe für die Juden«. Er war der Ansicht, »daß sie noch einmal eine große Rolle in der Weltgeschichte spielen und eine herrschende Nation werden würden.« (Bülau, »Geheime Geschichten«, II. S. 385 ff.) 10. Joh. Kaspar Lavater (1741—1801), der reformirte Pfarrer und Phhsiognomiker, dem auch Göthe nähertrat. Im Jahre 1819 erblühte aus den von ihm Hinterlassenen Anregungen eine Missionsgesellschaft in Zürich, welche sich die Aufgabe stellte, für die Bekehrung der Heiden zu sorgen. L. selbst wandte sich mehr den Juden zu. Er durfte mehrere derselben taufen. Oftmals hat er sich die Bekehrung des ganzen Volkes Israel lebhaft und freudig vergegenwärtigt, wie der Verfasser eines Artikels im Baseler Missionsmagazin bezeugt. (1882 S. 15.) IV. Aus dem 19. Jahrhundert. 11. Johann Jänicke (1748—1827), Prediger an der böhmischen oder Bethlehemskirche zu Berlin. Dieser treue Zeuge der Wahrheit war auch ein treuer Freund der Mission. lieber den Zweck der von ihm gestifteten Missionsgescllschaft sagt: die »Grundverfassung«: sie solle die Erkenntniß Christi unter heidnischen und andern unerleuchtetcn Völkern verbreiten. Ihr Seminar bildete hierzu geeignete Boten aus. Dem Vater der Gesellschaft und der Anstalt lag das Volk Israel nicht minder am Herzen als die Heidenwelt. Er sah es gerne, wenn manche seiner Zöglinge sich der Judenmission widmeten. Einer seiner ältesten Schüler, Frey, gab Anlaß zur Gründung. der großen Londoner Judenmissionsgesellschaft (1809), von welcher I. einmal rühmt, daß sie sich des Volkes Israel so liebreich annehme. (Leddcrhose, Joh. I., 1863. S. 101 f.,' 127 ff., 203.)

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