Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 40 (1884)
- Issue
- 1-2 (1884)
- Date
- 1884-01-01
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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26 Verhandlungen ein Ende machen würde, kamen sie wieder, und ihre nächste Bemühung brachte die Szene vom 2. Januar in Providence Hall hervor, von welcher oben berichtet worden ist. Aber gerade aus der Zerstörung der Konferenzen schmiedete sich der HErr selbst eine Waffe, die stärker war und viel mehr dazu beitrug, den Namen Jesu den Inden bekannt zu machen, ja ihn selbst unter diesen bis an das Ende der Erde zu tragen. Am Freitag der jenem Aufruhr folgenden Woche erschien die erste aus der Reihe von 60 kurzen Ansprachen an die Juden, die nun regelmäßig des Freitags herauSkamcn, jjund in denen die Lehren des modernen Judcnthums am Alten Testamente geprüft wurden, geschrieben mit so reicher Gelehrsamkeit und Freundlichkeit zugleich, als cs selten vorher geschehen war. Diese Blätter, die hernach so berühmt wurden, waren die »Old Patlis« von M'Caul. In hebräischer, französischer, deutscher, italienischer, jüdisch-polnischer und englischer Sprache hat dieses Buch unter Juden aller Klassen und in allen Theilcn des Erdballs sein Werk gethan, die Augen »des Ueberbleibs nach der Wahl der Gnade« zu öffnen, indem es sic von der Finsterniß zum Lichte und von der Gewalt des Satans zu Gott führte. Sieh zurück in die Zeit vor 36 Jahren und tritt in eine Stadt Polens ein, welche an der Grenze Preußens liegt: hier in einem Zimmer des Hauses des Rabbi siehst du zwei Knaben, noch nicht 14 Jahre alt, ernst aber heimlich über einem Buche sitzen, das vor ihnen liegt. Der eine ist der eigene Sohn des Rabbi, der andere sein Freund, welcher das Buch auf seines Vaters Büchergerüst gefunden und es hierher mitgebracht hat, wo sie es für sich und ungestört lesen können; denn das Buch ist mit dem Bann belegt, obgleich es die Beiden ganz bezaubert hat. Es ist M'Cauls »Old Patlis« in hebräischer Ucbersctzung. Die Beiden lesen fort und fort und werden überzeugt. Sie müssen Christen werden, aber deshalb Hcimath, Freunde und Land verlassen. Eines Nachts im August 1847 reisen sie ab und überschreiten kurz nach Tagesanbruch die preußische Grenze. Sie erreichen ein Dorf; hier wird der Sohn des Rabbi angehalten und nach Polen zurückgeschickt, wo er nun als christlicher Lehrer unter seinem Volke lebt. Sein Freund entkommt, reist weiter und erreicht eine andere Stadt, wo er auch aufgegriffen und vor die Obrigkeit geführt wird, weil er ohne Paß