Mannheim
Compact Memory

Dibre Emeth · 1884-01-01 · 1-2 (1884) · page 24

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
40 (1884)
Issue
1-2 (1884)
Date
1884-01-01
Page
– (sequence 24)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2554541-2554906-2554908--08153-2564173
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

24 ihn selbst tief bewegt, aber seine Erzählungen drangen nun auch in die Herzen vieler seiner Hörer ein. Ein ganzes Volk, mit Christo unbekannt, wenn nicht ihm zuwider, war von seiner Kirche völlig vernachlässigt. Ein Volk, verspottet und verachtet in Stadt und Land und von allem Verkehr mit den Christen ausgeschlossen, in elende Ghetti nud Judenstraßen gleich den Aussätzigen eingepfercht; fünf oder sechs Millionen menschlicher Wesen inmitten christlicher Männer und Frauen, christlicher Pastoren und Professoren lebend, deren Leben, wenn nicht ihre Worte, ihnen nur zu häufig es widerriethcn, auf den Heiland aus ihrem eigenen Volke hinznblicken. An einem Apriltage des Jahres 1820 redete Lewis May eine dichtgedrängte Versammlung in der Rotunde zu Dublin an. Unter den Zuhörern befand sich ein noch sehr junger, aber schon damals sehr ansgezcichneter Student des Trinity-Kollege, Alexander M'Caul. Lewis Ways Worte wurden für ihn ein Ruf von Gott. Er bot sich selbst für das Missionswerk an und wurde sogleich von der Gesellschaft angenommen. Wah hatte in seinem eigenen Park zu Stansted ein Seminar für Erziehung und Vorbereitung von MissionSstudcnten errichtet. Hier fand der junge Irländer Aufnahme, und bald folgte ihm ein anderer Landsmann, William B. Lewis. Von hier gingen dann auch in der Folgezeit Wolf und Lewis, Becker und M'Caul, die Pioniere der Mission in Palästina und Polen aus — die ersten, wenn wir Rev. A. S. Thclwall in Amsterdam ansnehmen, von der Missionarsschaar der Londoner Gesellschaft. Wir übergehen neun Jahre fruchtbarer Arbeit in Polen und den anstoßenden Ländern, welche Sir George Rose mit liebevollem Rath und unermüdlicher Sorge beständig unterstützte. Wir nennen nur den frommen, ehrwürdigen Pastor Jänicke in Berlin, der ebenso sehr ein Vater von Judenals von Hcidenmissionaren war, führen auch nur eben unter den Missionaren Männer wie Becker, Wcndt, Hoff, Wermelskirch, Reichhardt, Hartmann, Nicolayson und Bergseldt an. Wir kehren mit M'Caul nach England zurück. Wer kann den Einfluß genug schildern, den er hier auf die christliche Welt in Gemeinschaft mit seinen Freunden de Burgh in Dublin, Diy Todd vom Trinith-Kollege und S. Roffcy Maitland von Gloucester dafür ausübte, daß den Juden ihre besonderen Rechte

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.