Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 40 (1884)
- Issue
- 1-2 (1884)
- Date
- 1884-01-01
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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23 wurde dann sogleich im Zimmer durch Unterschriften aufgebracht. Die Freikirchlichcn meldeten in freundlicher Weise ihren Austritt an, und seitdem war die Gesellschaft rein eine solche der Englischen Kirche. Die Wohlthätigkeit von Lewis Way hatte sich aber mit dieser großen Gabe nicht erschöpft. Sollte die Kirche von England in ihrer Heimath das Werk recht ansführen, so mußte der Zustand der Juden auch außerhalb erforscht und bekannt gemacht werden. Auch diesem Unternehmen unterzog sich Lewis Way selbst. 1817 unternahm er ganz und gar auf seine eigenen Kosten eine längere Reise durch Holland, Deutschland, Polen und Rußland, um die Lage und die Bedürfnisse der Juden des Festlandes aus eigener Anschauung kennen zu lernen und in Polen einen ordinirten Geistlichen aus ihrem eigenen Geschlecht, Solomon, zurückznlassen, damit er ihnen das Evangelium verkündigte. Er besuchte Petersburg und hatte vier Unterredungen mit dem Kaiser Alexander von Rußland, der lebhaft die Mission unter den Juden seiües Reiches unterstützte. In Berlin gewann er durch seinen frommen Enthusiasmus den britischen Gesandten Sir George Rose und durch ihn den Kronprinzen, hernachmaligen König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen, die von da ab beständige Freunde Israels waren. In Aachen überreichte er den versammelten Souveränen von Europa eine Bittschrift, die Freiheit und Duldung der Juden in ihren Ländern betreffend. Kurz, unter allen Klaffen von Menschen und an jedem Orte, den er besuchte, reizte auch sein Eifer für Israel Manche zur Nachfolge. Neue Gesellschaften traten in's Leben. Die Edinbnrgher Gesellschaft hatte ihre Missionare schon nach Holland und Rußland gesandt. Die amerikanischen Missionare Fisk und King waren auf ihrem Wege, ausgesandt von der Bostoner Gesellschaft, auf dem geheiligten Boden Palästinas zu arbeiten. Dresden, Leipzig, Berlin, Basel und andere Städte des Festlandes hatte» ihre Juden-Missionsgesellschaften, und selbst in den entfernten Gegenden von Indien und Ncu-Süd-Wales wetteiferten Christen mit ihren europäischen Brüdern, den Juden Christum zu predigen. Was hatte das Legat von Jane Parminter nicht schon für Leben zum Heile Israels erweckt! Was Lewis May auf seinen Reisen gesehen, das hatte