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Dibre Emeth · 1884-01-01 · 1-2 (1884) · page 22

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
40 (1884)
Issue
1-2 (1884)
Date
1884-01-01
Page
– (sequence 22)
Language
German
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22 Eichen von A la Ronde vorbeiführt. Sein Freund erzählte ihm von dem Testamente der Verstorbenen. Die Sache der Juden war ihm neu, aber je mehr er sie erwog, desto mehr nahm sie ihn innerlich dahin. Von der Betrachtung der zukünftigen Herrlichkeit Jakobs wandte er sich zu der gegenwärtigen Erniedrigung desselben; und wie er voll Mitleides war, so wurde es nun der ihn eigentlich beherrschende Zweck seines Lebens, den Reichthum des Evangeliums von Christo den Juden mitzutheilen. Er gesellte sich zu den eifrigen Christen, welche für das Wohl der Juden wirkten; und als ihr Unternehmen in jene oben gemeldete gefährliche Lage kam, wurde er das Werkzeug, die Gesellschaft in den Stand zu setzen, daß sie von Neuem ihre Thätigkeit und jetzt in erweiterter und glücklicherer Weise fortsetzen konnte. Diese neue Periode in der Geschichte der Gesellschaft datirt von Lutterworth her, jenem Ort, welcher die Wiege der englischen Bibel und die Heimath von John Wycliffe ist. Hier versammelten sich an einem Dezembertage 1814 vier Männer, von denen jeder eine der verschiedenen großen Klassen der Kirche von.England repräsentirte, welche bald die Sache Israels so herzlich aufnehmen sollten. Da saß Thomas Rabington, ein fürstlicher Kaufmann, Onkel von Macaulay. Aus Stansted-Park, seinem herrlichen Sitz in Hampshire, war Lewis Way gekommen und hatte aus Cambridge Charles Simeon mit sich gebracht, der ebenso glühend in der Liebe für Israel war, als er selbst. Den Vorsitz führte vr. Ryder, Dekan von Wells, später Bischof von Gloucester, der erste der Bischöfe, welcher ein Patron der großen kirchlichen Gesellschaften in England wurde. Zweck der Versammlung war, über die Angelegenheiten der Judenmissionsgesellschaft zu berathen. Ihre Aufgabe schien hoffnungslos; es sollte eine leere Kasse gefüllt, Verpflichtungen, die 280000 Mark überstiegen, sollten bestritten und in möglichst friedlicher Weise die Verbindung zwischen den Gliedern der Englischen und der Freikirchen gelöst werden, die bisher das Werk nur behindert hatte. Das scheinbar hoffnungslose Werk aber wurde vollbracht und das durch die Hochherzigkeit von Lewis Way. Den 5. Mai 1815 legte er am Jahrestage der Gesellschaft in die Hände ihres Präsidenten Sir Thomas Baring eine Anweisung auf 200 000 Mk., seine eigene fürstliche Gabe, der Rest von 80000 Mk.

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