Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 40 (1884)
- Issue
- 1-2 (1884)
- Date
- 1884-01-01
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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21 dieser Ablehnung gefragt, sagte er, daß er schon versprochen sei. Auf die weitere Frage aber, warum er denn nicht gehcirathet habe, antwortete er: »Aus Mangel an Mitteln.« Da stellte ihm sein edler Wirth eine Anweisung auf 3000 Pfund (60 000 Mk.) ans und überreichte ihm dieselbe mit den Worten: »Sie sind ein edler Mann, daß Sie Ihr Versprechen so treu halten. Verwenden Sie cs für die Dame, heirathcn Sie dieselbe so bald als möglich und bringen Sie Ihre Flitterwochen bei uns zu!« Lewis Way that dies und nahm dann sein Amt wieder auf. Verschiedene Umstände aber ließen cs hernach nicht zu fleißigerem Verkehr zwischen den beiden Familien kommen. Nach wenigen Jahren heirathete die Tochter des alten Herrn und starb kinderlos; ihr Vater überlebte sie nicht lange. Als man das Testament des alten Way öffnete, und der Advokat Lewis Way sich in demselben zum Erben eingesetzt fand, erschütterte ihn der plötzlich und unerwartet mit der Bemerkung, daß es »zur Ehre Gottes« geschehen solle,- ihm zufallende Reichthum auf's Tiefste, so daß er hierüber erkrankte und die Hilfe des Arztes anzusprechen genöthigt war, in dessen Hause jener Geistliche ihn die obigen Worte auösprechen hörte. Der treue Diener Gottes verlor keine Zeit, ihm den wunderbaren Plan der Erlösung durch Christum vorzulcgen. Zugleich hinterließ er ihm ein Neues Tcstanient mit dem Gebet, daß der heilige Geist sein Herz erleuchten möge. Die Zusammenkunft der Beiden war gesegnet. Die Wolken, welche seinen Geist hatten umdüstern wollen, verschwanden, und Lewis Way kehrte in die Welt als eine neue Kreatur in Christo zurück. Er bereitete sich nun für das geistliche Amt vor und erlangte auch die Ordination; von da ab aber widmete er sich selbst ganz mit all' seinem Gut, seinen Talenten und seiner Zeit dem Dienste des HErrn. Dieser Mann nun wurde das Werkzeug, die Mission unter Gottes altem Volke wieder in's Leben zu rufen, und das auf eine wunderbare Weise in einer Zeit großer religiöser Erweckung. Das Mittel aber, die Aufmerksamkeit von Lewis Way auf die Juden zu lenken, war gleichfalls ein Testament, der letzte Wille von Jane Parminter. Wenige Wochen nach dem Tode dieser Dame ritt Lewis Way in Begleitung eines Freundes die Straße entlang, welche an den