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Dibre Emeth · 1884-01-01 · 1-2 (1884) · page 18

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
40 (1884)
Issue
1-2 (1884)
Date
1884-01-01
Page
– (sequence 18)
Language
German
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18 für große Ziele und Ideale, sondern wenn wir uns recht bewußt bleiben, daß wir nur unsere Pflicht thun, nur gehorsam sind dem heiligen Gotteswillen, da wir dieses Werk treiben, und daß cs eine Gnade ist, daß wir cs thun dürfen, wenn wir ferner uns nicht nur leiten lassen von dem Interesse an diesem so anregenden und hochinteressanten Volke, sondern vor Allem uns entzünden lassen zu einer suchenden und helfenden, herzlichen Liebe zu Israel. Diese Liebe aber wird in uns nur lebendig bleiben, wenn wir nicht nur in unserer Gemeinschaft, sondern auch daheiin im Kämmerlein ringen mit unserem Gebet zu Gott für Israels Heil. Daß wir in diesem Sinne von Herzen demüthig, aber auch freudig ans des allmächtigen Gottes Schutz vertrauend und sicgcsgcwiß im Namen unseres HErrn und Heilandes unser Werk beginnen und fortführcn mögen, das walte Gott! Amen. Vom amerikanischen MWonsfelde. Mit ungemeiner Rührigkeit arbeitet Rcv. Jakob Freshman in New-Jork an den dortigen Inden. Sein Vater war ein bekehrter Rabbi in Oucbeck (Kanada) und dort hernach methodistischcr Prediger. Nachricht über sein Werk gibt er in einer Zeitschrift: „The Hebrew Christian“ (der Judcnchrist), die in zwangloser Folge seit März 1883 erscheint. Uns liegen drei Nummern derselben vor. Rcv. Dr. M. I. Dennis, selbst ein bekehrter Jude, und früher Missionar in Palästina, hat sich Freshman angcschlosscn und arbeitet nun auch in Boston missionierend. New-Iork mit seinen nahezu 80 000 Juden bietet ein weites Arbeitsfeld. Freshmann hat bereits eine kleine judenchristliche Gemeinde in jener Stadt gesammelt, predigt und hält Vorträge den Juden und Christen im Interesse der Mission, nicht blos in New-Iork, sondern auch an andern Orten, verbreitet zahlreiche englische, deutsche und hebräische Schriften unter den Inden und findet auch herzliche Unterstützung in wachsenden christlichen Kreisen. Seine Frau unterrichtet eine Anzahl jüdischer Kinder. Auch Taufen von Juden hat er bereits vollziehen dürfen und jetzt dadurch ans London Unterstützung erhalten, daß von dorther drei Proselyten gekommen sind, die ihm in seiner Missionsarbcit bcistehcn wollen.

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