Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 40 (1884)
- Issue
- 1-2 (1884)
- Date
- 1884-01-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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15 dem August 1882 ein Justitutum; es zählte zuletzt 30 Mitglieder. An Professor Schlottmann findet dieser Verein seinen Halt. Lektüre jüdischer Schriften und Vorträge von Mitgliedern oder auswärtigen Gästen beschäftigten die Versammlungen. Auch Nichtmitglieder wohnten theilweise ziemlich zahlreich einzelnen Versammlungen bei. Ein Berliner Verein besteht seit dem Sommer 1883. Professor Strack läßt sich die Förderung desselben eifrigst angelegen sein; seiner Fürsorge ist eö zn danken, daß die Edzard-Stiftung in Hamburg dem Verein für die Errichtung einer Bibliothek einen ansehnlichen Beitrag bewilligt hat. Derselbe Dozent hält auch an der Universität Vorlesungen, welche den Stndircnden die Kenntniß des nachchristlichen Jndcnthnms vermitteln. Mitglieder des Jnstitutum selbst hielten Vorträge über verschiedene Themata aus der Mission oder aus dem jüdischen Leben. Das Breslauer Jnstitutum ist gleichfalls im Sommer 1883 vor die Ocffentlichkeit getreten, während cs schon vorher als privates Kränzchen bestanden hat. Auch hier hat man sich, eine Kenntniß der Mission und der jüdischen Literatur wie des Jndcnthnms aus Schriften zu gewinnen, angelegen sein lassen. Der Herausgeber dieses Blattes stand bei dem allen mit dem Kreise dieser Studenten in beständiger Verbindung. Mitglieder zählt der Verein 8. Auch zwei jüdische Theologen und zwei jüngere Prosclyten haben bei Gelegenheit den Versammlungen bcigewohnt. In Folge eines Vortrages des Missionar Fab er hat sich ferner ein Verein in Greifswald gebildet, welcher sich der Unterstützung der Professoren Z ö ckler und Crem er erfreut und bereits den Grund zu eitler Bibliothek gelegt hat. Seit dem Oktober 1881 hat sich endlich auch auf der norwegischen Universität Christiania eine Missions-Vereinigung unter Studenten gebildet, die jetzt 60 Mitglieder zählt und in Verbindung mit den deutschen Institutis getreten ist. Professor Caspar!, Pastor Sven Brun und Pastor Bern ho ft pflegen diese Gemeinschaft in liebevoller und anregender Weise. Um den Geist der Institute,. zn charakterisiren und einen Einblick in dieselben zu geben, lassen wir jetzt die Rede, welche der Vorsitzende des Breslauer Vereins am Anfänge des neuen Winterhalbjahres gehalten hat, folgen.