Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 40 (1884)
- Issue
- 1-2 (1884)
- Date
- 1884-01-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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14 und seinem Evangelium irgend nähertreten, da begegnen sie auch einer herzlichen Fürsorge und der Willigkeit, ihnen zu helfen. Der Name Christi entscheidet thatsächlich über ihr ganzes Lebcnsloos. Warnend und freundlich lockend zugleich erinnern wir daran im Anfänge des neuen Jahres. Nachrichten über die Instituia Jndaica hat Missionar W. Faber als Manuskript für Freunde hcransgcgcben, denen wir unsere Mitthcilnngcii entlehnen. Die studentischen Juden-Missionsvcreinc, welche den Namen ihres alten Vorgängers aus dem vorigen Jahrhundert tragen, zählen jetzt 168 Mitglieder. Der Leipziger Verein hat eine besondere Stütze an Professor 1). Delitzsch, welcher den Mitgliedern talmudischc und rabbinische Vorlesungen hält. Dieses Jnstitutum, unter der Leitung des Missionar Faber stehend, entfaltet eine besonders rege Thätigkeit. Selbst literarisch ist es bereits wirksam geworden, und hat im eigenen Verlage das »Leben Herschcl Augustis« von E. Wessclhöft neu und »Einiges aus dem Leben des merkwürdigen Prosclyten Israel Pick« aus der Feder des Professor Delitzsch erscheinen lassen. Eine sich stets mehrende Missionsbibliothek dieses Vereins verspricht der Anfang einer ersten, nach klaren Grundsätzen angelegten und gewissermaßen für die Ocffentlichkeit bestimmten Bibliothek auf diesem Gebiete zu werden. Das Bibliothekszimmcr im Vereinshause, Roßstraße 9, ist für Jedermann täglich zwei Stunden geöffnet; auch Missionsschriften liegen dort aus, und auf Judenthum und Judenmission bezügliche Schriften sind hicrsclbst zu ermäßigtem Preise zu haben. Mitglieder dieses Vereins haben auch die Freude gehabt, einen jungen Juden dem Missionar Faber zum Unterrichte zuzuführen. Von auswärts Leipzig durchreisende Missionare oder besondere Freunde der Mission haben öfters im Jnstitutum Vorträge gehalten. Mitglieder zählt der Verein 34. In Erlangen besteht ein Jnstitutum seit Januar 1882. Professor Köhler pflegt dasselbe an dieser Universität. Außer zu Vorträgen vcrsanuncltc man sich zum Lesen des talmudischen Traktates »Pirke Aboth«; das wissenschaftliche Interesse trat hier in de» Vordergrund. Mitglieder 7. Halle besitzt seit