Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 40 (1884)
- Issue
- 1-2 (1884)
- Date
- 1884-01-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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13 wird, an welchem jene mit ihrem ganzen Leben unter den christlichen Einfluß gestellt werden. Das ist etwas Neues und seit den Tagen der Apostel noch nicht wieder Dagewesens. Denn außerhalb Palästinas gab es wohl öfters Anstalten, in denen Proselyten und Katechumenen aus den Juden beschäftigt und unterrichtet wurden, aber eine Kolonie von Juden unter christlicher Leitung hat daö heilige Land nicht mehr gekannt. Ein kleines Samenkorn ist es zunächst nur, welches hier dem Boden auf Hoffnung anvertrant wird, aber die Juden selbst fühlen eS am lebhaftesten, daß die Sache viel mehr bedeutet, als der erste Augenschein erkennen läßt. Nicht blos die Juden Palästinas zeigen sich durch die Gründung dieser Kolonie sehr erregt, sondern überall hat die jüdische Presse den Gegenstand aufgegriffen und spricht von der Gefahr, welche dieses Unternehmen zunächst dem Judenthum in Palästina bereite. Die Angriffe aber machen nur die Juden überall mit der Thatsache des Bestehens jener Kolonie bekannt und richten daher ganz von selbst die Augen vieler Inden auf dieselbe. In der richtigen Erkenntniß aber, daß mit bloßem Wortstreite hier nichts ausgerichtet werden kann, haben sich andere Juden entschlossen, dem Unternehmen der Mission ein ähnliches eigenes entgcgenznstellen. Gegen die Missionsschulen und die Missions-Kranken- Anstalten der Mission im heiligen Lande und im Orient überhaupt haben schon früher reiche Juden und die »Israelitische Allianz« jüdische Anstalten errichtet, und so will man nun auch jetzt eine jüdische Gcgenkolonie schaffen. Bei Ramleh soll eine solche in'S Leben treten, damit Artus seinen Zauber verliere. Die Mission sieht dem mit Ruhe entgegen. Nach der bisherigen Erfahrung wenigstens sind alle Judenkolonien, die unter jüdischer Leitung standen, mißglückt, und wir glauben auch, daß ein neues jüdisches Konkurrenzunternehmen kein besseres Schicksal haben wird. Mit herzlicher Theilnahme aber wollen wir den Fortgang des neuen Werkes in Palästina begleiten und auch aus dieser neuen Erfahrung lernen, daß der HErr noch Fricdensgedanken mit Israel hat. Neben aller Noth, die den Juden bereitet wird,-sehen wir immer von Neuem im Namen Christi eine Friedensbotschaft ihnen cntgegengebracht und Friedensstättcn ihnen aufgethan werden. Die Verwerfung Christi läßt sie mit den Völkern nicht eins werden und bereitet ihnen unaufhörlich neue Gefahren. Wo sie aber Christo