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Dibre Emeth · 1884-01-01 · 1-2 (1884) · page 12

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
40 (1884)
Issue
1-2 (1884)
Date
1884-01-01
Page
– (sequence 12)
Language
German
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12 feit, welche bisher geholfen hat, wird auch hier nicht ermüden. Aus unserem Leserkreise ist schon manches Scherflein für diesen Zweck gespendet worden, und wir haben die gute Zuversicht, cs werden unserem Blatte auch weitere Liebesgaben für das Werk zugchen. Die wichtigste Arbeit aber, welche jetzt an den jüdischen Kolonisten zu thun bleibt, ist die, daß ihnen dort das Evangelium mit Kraft und Nachdruck wie mit Geduld und Langmuth verkündigt und uahcgcbracht werde. Alle diese Juden haben wenigstens den Muth gehabt, sich trotz der Schmach und Schande, welche ihre Glaubensgenossen über sie unaufhörlich gebracht haben, unter die Pflege, Zucht und Leitung der Missionare dauernd zu begeben. Das muß gute Hoffnung für viele unter ihnen erwecken! Sie werden jetzt in der Kolonie übcrdcm jüdischcin Einflüsse mehr entzogen und noch völliger unter die Wirkung des sie ans Schritt und Tritt umgebenden Evangeliums gestellt sein. Einstweilen nun, so schreibt Missionar Friedländer, ist etwa der dritte Theil von ihnen mit rechtem Ernste darauf bedacht, die Wahrheit zu erfahren, und sieht selbst der Zeit mit Verlangen entgegen, wo er mit voller Ueberzeugung um die Aufnahme in die christliche Kirche bitten kann. Diese hängen den Missionaren unbedingt an und kümmern sich um alle jüdischen Versuche, das Werk zu stören, gar nicht. Die anderen zwei Drittel dagegen sind noch völlig jüdischer Ueberzeugungen und wollen auch gute Juden bleiben, obwohl sie sich unter christliche Leitung gestellt haben; gegen Christen und Prosclyten sind diese alle aber duldsam. Fast alle jedoch sind bereit, wenigstens die christliche Religion kennen zu lernen, und so kann man auch diese Schaar im Allgemeinen mit guten Hoffnungen betrachten. Gewiß wird man aber die Erfahrung machen, daß sich das Evangelium auch in dieser Kolonie als eine die Geister scheidende Macht beweisen wird. Es werden sicher noch manche der heutigen Kolonisten den Ort, den sie jetzt ausgesucht haben, wieder verlassen, weil ihnen selbst ihre Stellung, als Juden an einem solchen Orte, auf die Dauer als eine unhaltbare offenbar werden wird. Dagegen werden stets neue kommen, au derer vielen die Predigt des Wortes ihre Kraft beweisen wird. Das Wichtigste bleibt, daß jetzt — und zwar im eigenen heiligen Lande der Juden — ein Ort gefunden

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