Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 40 (1884)
- Issue
- 1-2 (1884)
- Date
- 1884-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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8 Kampf, den sie mit einander führen, den Juden und Christen gleicherweise bereitet; wir wissen aber, daß uns Niemand schaden kann, wenn wir dem Guten, d. h. unserem Christenberufe, auch den Juden gegenüber Nachkommen. Hierzu fordern wir unser evangelisches Volk vor Allem auf und wollen damit nicht aufhörcn, bis die Kirche selbst sich ermannt und ihr Volk ernstlich lehrt, die Juden zu reizen, daß sie selig werden. Die jüdische Kolonie Artus unter christlicher Leitung. Das merkwürdige Werk, welches den Missionaren der Londoner Mission an den russischen Flüchtlingen seit dem Mai 1882 in Palästina zugcfallen ist, hat nun festen Grund und Boden gewonnen. Der Plan, eine Anzahl solcher Flüchtlinge, die sich selbst in die Pflege der Missionare begeben hatten, in einer Ackerbaukolonie anzusiedeln, welche von Christen geleitet würde, ist jetzt zur Wirklichkeit geworden. Die Liebesgaben, welche vor Allem aus England, aber auch aus der übrigen evangelischen Christenheit für diesen Zweck zusammengelaufen sind, haben es ermöglicht, Ende Oktober eine solche Kolonie in's Leben zu rufen. Besonders Nr. 5 des 2. Jahrganges der »Tidings from Zion« berichten hierüber das Folgende. Die Refugees’ Aid-Society (Hilfsgesellschaft für Flüchtlinge) hat ein Besitzthum mit Namen Artus erstanden. Dasselbe liegt sechs Stunden von Jerusalem entfernt, halbwegs zwischen dieser Stadt und Jaffa. Die Gesellschaft kaufte cs für den Preis von 36000Mk. von dem Dolmetsch des Jerusalemer spanischen Konsulats, und hat die Besitzung eine Größe von 5000 österreichischen Joch. Das Dorf Artus ist eins der elenden Fellachendörfer, hat aber eine gute Lage an einem Hügel bei der Verbindung zweier Thäler und einem dritten Thale gerade gegenüber. ES ist aus den Steinen eines ziemlich wichtigen Ortes erbaut, dessen Ruinen von allen Seiten her sichtbar sind und die für die Bauten der Kolonie im Ueberflnß bereits behauene Steine liefern. Das Dorf selbst in seinem jetzigen Zustande ist für die Kolonie ohne Werth, aber die Neuanziehenden hoffen auch für die Fellachen eine bessere Lage zu schaffen. Die neue Kolonie soll entweder am südlichen Ab-