Mannheim
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Dibre Emeth · 1883-01-01 · 11-12 (1883) · page 18

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
39 (1883)
Issue
11-12 (1883)
Date
1883-01-01
Page
– (sequence 18)
Language
German
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178 Zwei von unseren eigenen Leuten, M., der Missionsgehilfc, und S., der Bücherverwaltcr, sind auch vor das Oberhaupt der Polizei geführt worden, der sie gegen eine geringere Summe entließ, aber das doch auch nicht, ohne ihnen zuvor den Berkehr mit Christen verboten zu haben. Das ist der schwerste Schlag, denn die armen Leute sind nun mit Gewalt vom christlichen Gottesdienste ausgeschlossen. Ich konnte ihnen nur rathen, in ihrem eigenen Quartier in aller Stille einen Gottesdienst für sich abzuhaltcn, bis uns der HErr Hilfe sendet. Dennoch, darf ich sagen, wären auch jetzt noch einige Juden gekommen, wenn ich sie dazu aufgefordert hätte. Aber die Folgen wären für sie sehr ernste gewesen, und ich hätte sie gegen ihre Unterdrücker nicht schützen können. Ich will den Fall genauer Herrn Brühl mittheilen, der dann den britischen Geschäftsträger in Teheran angehen soll, damit uns durch diesen von der persischen Regierung die Erlaubniß, die Mission unter den Juden zu treiben und Eigenthum zu erwerben, gegeben werde. Aber vor zu großen Hoffnungen müssen wir uns hüten.« So stehen jetzt die Dinge in Persien. Die Freunde der Mission mögen den HErrn mit rechtem Ernst anrufen, daß er der Bosheit der Feinde steuere und die Herzen der persischen Regierung lenke, damit die Boten des Evangeliums ihr Werk auszurichten vermögen. Kolportage unter den Inden in Gaden und Württemberg. Die Arbeit eines tüchtigen und treuen Kolporteurs unter den Juden ist von großer Wichtigkeit und kann, wenn mit Gebet und christlicher Liebe verrichtet, manchen Seelen zum Segen gereichen. Der Kolporteur bringt dem Juden nicht nur das geschriebene Wort Gottes in's Haus, sondern findet auch Gelegenheit, mündlich das so sehr in Vergessenheit gekommene Gesetz wieder in Erinnerung zu bringen und ihnen die Messiashoffnung, welche dem größeren Theile unserer Juden verloren gegangen ist, zurückzurufen; oft findet er auch Gelegenheit, ein lebendiges Zeugniß von Jesu Christo abzulegen, in dem alle Gottes-Verheißungen Ja und Amen sind. Kolporteur Levi aus Mannheim hat seit Oktober vorigen Jahres sechs Monate unter den Juden in Baden und einen Monat unter den Juden in Württemberg gearbeitet. Er hat in dieser Zeit 40 hebr. deutsche Bibeln (A. T.), 65 hebr. deutsche Psalmen,

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